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Im Durchſchnitt zu 1370 kg „ Maximum„ 3024„ „ Minimum„ 605„ In den einzelnen Provinzen geht der Ertrag des Roggens dem⸗ jenigen des Weizens parallel. Das Gewicht des Winterroggens pro hl ſchwankt zwiſchen 66 und 80 kg und beträgt im Mittel 73 kg. Der Ertrag an Stroh wechſelt bei Winterroggen zwiſchen 2900 und 6000 kg, und bei Sommerroggen zwiſchen 1500— 3000 kg pro ha. Das Verhältnis des Körnerertrags zum Strohertrag(vrgl. S. 269) ſchwankt bei Winterroggen zwiſchen 46:54 und 11:89, und bei Sommer⸗ roggen zwiſchen 41:59 und 27:73. Bei dieſen großen Verſchiedenheiten der Verhältniszahlen hat es kaum einen Zweck, den Durchſchnitt zu berechnen.
Die Gerſte, Hordeum.
über die Abſtammung und Entſtehung der Gerſte hat Körnicke folgende intereſſante Theorie aufgeſtellt.
Die wilde Stammform iſt Hordeum spontaneum. Dieſe Form iſt vom Kaukaſus bis Perſien gefunden worden. Wir kennen daher zugleich die Gegend im allgemeinen, in welcher dieſe Getreideart zuerſt in Kultur genommen wurde. Wir finden ſie alſo zuerſt ungefähr an der Stelle des Paradieſes. Dies iſt um ſo mehr von Intereſſe, als die Gerſte wahrſcheinlich die erſte Kulturpflanze der Welt bildete.
Bei der Kultur wurde die Spindel von H. spontaneum zäh und verlor ihre Eigenſchaft auseinanderzufallen. Die Ähren verlängerten und die Früchte vergrößerten ſich und die Grannen wurden dünner. So ent⸗ ſtand die nickende zweizeilige Gerſte. Aus dieſer entſtand die aufrechte zweizeilige Gerſte, indem die Spindelglieder ſich verkürzten. Aus dieſer bildete ſich die Pfauengerſte heraus durch noch ſtärkere Verkürzung der Spindelglieder, Vergrößerung der Früchte nach der Baſis zu und Spreizen derſelben mit ihren Grannen.
Als nun auch die Seitenährchen fruchtbar wurden, da entſtand aus der nickenden zweizeiligen Gerſte die vierzeilige; ferner aus der aufrechten zweizeiligen Gerſte die parallele ſechszeilige und aus der Pfauengerſte die pyramidale ſechszeilige.
Das ungefähr iſt der Inhalt der Theorie. Wäre ſie richtig, ſo wären wir in der Erkenntnis allerdings um ein weſentliches Stück weiter gekommen. Aber eine Theorie kann wahr, kann auch falſch ſein. Wir


