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15. Petersburger Staudenroggen. Kommt aus den ruſſiſchen Oſtſeeprovinzen, wo er auf reichem Boden gebaut wird. 16. Beſtehorns Rieſenroggen. Neue Züchtung. Nach Werner für ſehr reichen Boden und zur Grün⸗ futtergewinnung geeignet, da die Früchte geringwertig ſind. II. Sommerroggen. 17. Sächſiſcher Sommerroggen. Verlangt kräftigen Boden. 18. Gewöhnlicher Sommerroggen. Für leichteren und ſchwereren Boden geeignet.
Über den Anbau nur folgende wenige Bemerkungen.
Klima. Der Roggen paßt für unſer Klima noch beſſer, als der Weizen. Es gibt nur wenige Roggenſorten, welche nicht ganz winter⸗ feſt ſind. In der Üüberſicht der Sorten iſt dies beſonders bemerkt. Die abgehärteten ſind ſo widerſtandsfähig, daß ſie bis hoch hinauf in die Gebirge überall als Winterung angebaut werden können, wo überhaupt Ackerbau noch möglich iſt; nur die Sommergerſte ſteigt noch etwas höher.
Gegen andauernde Näſſe, namentlich gegen ſtagnierendes Waſſer iſt der Roggen empfindlich. Man darf daher die Anlegung der Waſſer⸗ furchen nicht vergeſſen und ziehe lieber eine zu viel, als zu wenig. Bei dem Abgang des Schneewaſſers iſt zuweilen eine beſondere Nachhilfe nötig.
Boden. Obwol der Roggen, wenn man die richtige Sorte aus— wählt, auf leichten und ſchweren Böden angebaut werden kann, ſo iſt doch der Sand ſeiner Natur angemeſſener, als der Thon. Auf thonigen Böden gedeiht der Roggen nur dann, wenn ihre Geſchloſſenheit und Zähigkeit durch einen genügenden Gehalt an Humus oder Kalk gemildert iſt. Die höchſten und ſicherſten Erträge liefert er auf kalkhaltigem Lehm, ſandigem Lehm und lehmigem Sand. Kaltgründiger, naſſer, zum Aufziehen geneigter Boden ſagt ihm nicht zu, mag derſelbe ſchwer oder leicht ſein. Auf Humusböden, die gebrannt oder mit Sand befahren worden, kommt er eher fort, liefert hier aber in der Regel ſchmale Körner. Naſſer, ſchwammiger, nicht meliorierter Humus iſt ihm gänz⸗ lich zuwider. Dagegen verſchmäht er den gemeinen Sandboden nicht und begnügt ſich ſelbſt mit dem dürftigſten Sand⸗ und Grandboden, auf dem jede andere Halmfrucht den Dienſt verſagt.
Düngung, Beackerung und Vorfrncht. Auf magerem Lande ver⸗ langt oder liebt der Roggen eine friſche Düngung. Auf reicherem Boden ſteht er beſſer in zweiter Tracht. Künſtlichen Dünger bezahlt der Roggen nur bei mäßiger Verwendung.
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