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Überſicht der wichtigeren Sorten des Roggens. I. Minterroggen.
.Johannis⸗Roggen.
Stammt, nach Thaer, aus den ruſſiſchen Oſtſeeprovinzen. Seine Eigen⸗ ſchaften, die er bei ſpäter Ausſaat bald verliert, ſind bekannt.
2. Probſteier Roggen.
Stammt aus der holſteiniſchen Probſtei und deren Umgegend. Paßt mehr für beſſeren, als für geringeren Boden; doch gedeiht er auf gemeinem Sandboden, dem es an Kultur nicht fehlt, noch vortrefflich.
. Däniſcher Roggen.
Stammt von den däniſchen Inſeln. Dem vorigen ähnlich.
. Schwediſcher Staudenroggen.
Wird von Metz& Comp. aus der Landſchaft Schonen und aus der hoch und rauh gelegenen Gegend nördlich von Skara bezogen. Früh⸗ reifend.
5. Böhmiſcher Gebirgs⸗Staudenroggen.
Der Name beſagt ſchon, woher er ſtammt und wohin er paßt. Geringe Anſprüche an Klima und Boden.
6. Montagner oder Alpenroggen.
Stammt aus den ſteyeriſchen Alpenländern.
.Heſſiſcher oder Wallburger Roggen, auch Garde du Corps-
Roggen genannt. Kommt aus der Gegend von Wallburg. Geringe Bodenanſprüche.
. Spaniſcher Doppelroggen.
Im Jahre 1861 aus Spanien bezogen. Seitdem in Deutſchland mit Recht ſehr verbreitet. Gedeiht auf beſſeren, namentlich aber auch auf leichteren Roggenböden. Korn von feiner Qualität.
. Campiner Roggen.
Stammt aus der belgiſchen Campine. Paßt für die verſchiedenſten Bodenarten. Nach Werner reift er zeitig; nach Metz dagegen fällt die Reifezeit etwas ſpäter, als ſie durchſchnittlich bei anderen Sorten eintritt.
Pirnaer Roggen.
Metz& Comp. beziehen ihn von den hochgelegenen Gütern der Pirnaer Gegend. Für leichteren Boden geeignet.
Zeeländer Roggen.
Kommt von den Inſeln der holländiſchen Provinz Zeeland. Verlangt reichen Thon⸗, Lehm⸗ und lehmigen Sandboden. Nach Werner nicht ganz winterfeſt.
2. Roggen vom Weſterwald bei Dierdorf.
Paßt für guten Roggenboden. Spätreifend.
. Klafterbrunner Roggen.
Verbeſſert von Graf Walderdorff zu Klafterbrunn bei Wien. Wert⸗ voll für reichen ſchweren Boden.
.Correns⸗Staudenroggen.
Zuerſt von Elsner von Gronow, Kalinowitz, Schleſien, kultiviert. Paßt nur für leichteren Boden(lehmiger Sand ꝛc.) und verlangt frühe lusſaat Ende Auguſt, Anfang September, wie die übrigen Stauden⸗ roggen.
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