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Letztere in ſtärkerer Quantität nur auf ſchwerem Boden am Platz, in
mäßiger Verwendung auch auf milderem Boden zuläſſig— Fehlerhaft iſt es, zur letzten Furche zu düngen, oder das Land muß 4— 6 Wochen liegen, ehe geſäet wird.
Auf Boden, der in guter Kultur, Stallmiſt zur Vorfrucht vor⸗ zuziehen. Beidüngung mit gedämpftem Knochenmehl, auf ſchwerem kalt⸗ gründigem Boden mit Superphosphat(etwa 300 kg pro ha). Bei⸗ düngung mit Stickſtoff mäßig, auf kräftigem Boden ganz zu vermeiden.
Fig. 147. Normale Fig. 148. Ein junges Weizenpflänzchen. Fig. 149. Abnorme Keimung des Weizens, Vergl. Fig. 55. Keimung des Weizens. Triticum vulgare.% der natürlichen Größe. Vergl. Fig. 38.
Unter Umſtänden kann auch Beidüngung mit Kali in Frage kommen. Über die zuläſſigen Quantitäten an Phosphorſäure, Stickſtoff und Kali vergleiche S. 169. Zeit der Verwendung im allgemeinen der Herbſt; Nachhilfe mit Chiliſalpeter im Frühjahr.
Auf kalkarmem Thon- und Lehmboden empfiehlt ſich die Zufuhr von Kalk; enthält dieſer zugleich Talk oder Magneſia, ſo wird er um ſo beſſer wirken. Zum Zwecke der Düngung iſt demnach der unreine oder magere Kalk vorzuziehen; handelt es ſich dagegen um die phyſikaliſche Verbeſſerung des Bodens, ſo verdient der reine oder fette Kalk den Vorzug. Der Kalk wird bekanntlich im gebrannten Zuſtande auf das Feld gebracht und nach dem Zerfallen ausgebreitet und untergepflügt. Auch kalkreicher Mergel leiſtet gute, oft noch beſſere Dienſte, als der Kalk.


