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Anleitung zum Getreidebau auf wissenschaftlicher und praktischer Grundlage / von Anton Nowacki
Entstehung
Seite
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249 aus den Zellen hervorſtehenden Getreidekörner; dieſe fallen demnach wieder in den unteren Teil der Trommel zurück. ie Abſtreichvor⸗ richtung iſt bei den Pernollet'ſchen Trieurs mit Lederſtreifen bekleidet, eine Anordnung, welche ſich als ſehr vorteilhaft bewährt hat.

Die größeren Körner gleiten die Trommel entlang, treten durch die Offnungen f in den ringförmigen Raum g, deſſen äußerer Umfang von einem ſchwach koniſchen, in der Richtung des Pfeiles ſich erweiternden, durchlochten Blechſiebe, mit Schlitzen von 24 mm Länge und 2 mm. Breite gebildet wird. Diejenigen Körner, welche dieſes Sieb paſſieren, treten bei h aus der Maſchine, während die größeren Körner am Ende bei i abgeleitet werden.

Die Trennung findet mithin derartig ſtatt, daß bei b die ſchmalen Körner, bei e die runden Unkrautſamen ſowie zerbrochene Getreidekörner,

e D

Trieur von Pernollet. bei h und i die gereinigte Frucht, in zwei Größen ſortiert, abgeſchieden werden.

Von größter Wichtigkeit für die gute Wirkung des Trieurs iſt die richtige Wahl der Zellenweite. Hat man vornehmlich Radekörner aus dem Getreide abzuſcheiden, ſo genügt eine Weite von 4,5 5 mm. Soll der Trieur aber zugleich die Wickenkörner herausſchaffen, ſo muß die Zellenweite 5,5 mm betragen. Bei dieſer Weite iſt es aber nicht zu vermeiden, daß kleinere Roggen⸗ oder Weizenkörner gleichfalls von den

Zellen aufgenommen und mit dem Unkrautſamen abgeführt werden.

Die Leiſtung des Trieurs, wie er für landwirtſchaftliche Zwecke dient, beträgt bei den kleineren Maſchinen 1 bis 1,5 NlI, bei den größeren 2 bis 3 hl pro Stunde.*)

) G. Krafft, Illuſtr. Landwirtſchafts⸗Lerikon, 1884.