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Anleitung zum Getreidebau auf wissenschaftlicher und praktischer Grundlage / von Anton Nowacki
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dienen, wie ſie Fig. 139 im Längenſchnitte darſtellt. Die zu reinigende Frucht gelangt aus dem Ausſchüttegefäß a auf das in ſchüttelnde Be⸗ wegung verſetzte, ſchwach geneigte Doppelſieb b, welches mit weiten Maſchen verſehen iſt und die gröbſten Verunreinigungen ſeitlich abführt. Ein Schieber c reguliert den Zufluß der Fruchtmenge. Die durch das Schüttelſieb hindurchtretenden Körner fallen, jetzt unter der Einwirkung des Windes, auf die geneigte Fläche d und auf das ebenfalls ſchwingende Sieb e. Die größten Körner rollen auf demſelben hinab, die kleineren fallen hindurch. Der Staub und die leichten Körner ꝛc. werden über die obere Kante von d hinweggeblaſen. Die Spreu und der Staub fliegt über das verſtellbare Brett g, während die leichten Körner in den Auslauf f gelangen. Nach dieſem Prinzip iſt die ſehr verbreitete Dresdener Getreideſortier⸗ und Reinigungsmaſchine gebaut.

Fig. 139.

Zur Abſcheidung runder Unkrautſamen, wie Rade, Wicke u. dgl. empfiehlt ſich der Trieur von Pernollet in Paris, welchen Fig. 140 in der Perſpektive und Fig. 141 im Längenſchnitte darſtellt. Die ſchwach geneigte Trommel enthält in ihrer Abtheilung a ein auswechſelbares Sieb mit Offnungen von bez. 24*% 1,15 und 24 2 mm. Da die Durchgangsweiten kleiner ſind als die Mittelgrößen der zu ſortierenden Fruchtarten, ſo treten aus dieſem Teile die feineren Körner aus, welche durch b in ein untergeſtelltes Gefäß geleitet werden. Die Abteilung c iſt der Trieur mit Zellen von 5,5 mm Durchmeſſer und 2,5 mm Tiefe. Die in die Zellen eintretenden Körner, alſo namentlich die runden Unkrautſamen, gelangen in die Rinne d und werden von einer Schnecke bei e aus der Maſchine geleitet. Abſtreichklappen zwiſchen der Rinne und dem inneren Trommelumfange verhüten das Mitführen der längeren,