242
länge als Seil verwendet.— Die Stiegen ſind in Norddeutſchland öſtlich von der Elbe allgemein im Gebrauch.
Wird die Stiege in der Weiſe, wie es Fig. 13 darſtellt, mit einer aufgelöſten Garbe eingedeckt, ſo gehört ſie in den Rahmen 3.
3. Geringe Schnelligkeit, aber große Sicherheit gewährt das Aufſtellen der Garben in kegelförmige Puppen, ſofern dieſe mit einer
Wav* WMal— Wwyu⸗ Fig. 134. Stiege mit Dach.
Deckgarbe oder mit einer Schutz matte zugedeckt werden. Puppen ohne Hut gehören in den Rahmen 2.
Die gewöhnliche Puppe(Fig. 135) wird bei mittelgroßen Garben aus 7 ſtehenden und 1 Deckgarbe, bei kleinen Garben aus 9 ſtehenden und 1 Deckgarbe hergeſtellt. Damit die Garben oben gut zuſammen⸗ ſchließen, bindet man ſie in manchen Gegenden zweimal. Vollkommener iſt dies, aber auch viel teurer. Wenn zwei Arbeiter ſich helfen, läßt
4 mee d 4* — RXNAAd
Fig. 135. Gewöhnliche Puppe mit Hut.
ſich der Hut auch aufſetzen, wenn die Garben nur einmal gebunden ſind.— Kunſtgerechte Puppen findet man namentlich im„Sauerlande“ Weſtfalens.
Die große Puppe mit Schutzmatte(Fig. 136) unterſcheidet ſich von der gewöhnlichen Puppe dadurch, daß der Kegel aus der doppelten Zahl(15— 25) Garben hergeſtellt und mit einer eigens für dieſen Zweck angefertigten Schutzmatte(von Roggenſtroh und geteertem Bindfaden,


