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Anleitung zum Getreidebau auf wissenschaftlicher und praktischer Grundlage / von Anton Nowacki
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gewicht, weit hinter den ſpäter geernteten Körnern zurück⸗ bleiben. Nicht ſo in der Gelbreife. Die in dieſem Stadium geernteten Körner ſchwinden zwar bei dem Nachreifen eben⸗ falls noch beträchtlich zuſammen, aber die ſchließliche Größe der gelbreifen und der vollreifen Körner ſtellt ſich gleich.

Setzen wir das Volumen der gärnzlich erhärteten Körner= 100, ſo ergeben ſich für die nachgereiften Körner der vier Reifeſtadien folgende Verhältniszahlen:

Frühe Milchreife. Späte Milch reife. Gelbreife. Vollreife. 70 87 100 100

IV. Spezifiſches Gewicht. Infolge des Austrocknens, der Volumenverminderung und der Stoffeinfuhr nimmt das ſpezifiſche Gewicht der Körner mit der fortſchreitenden Reife zu. Man vergleiche die Zahlen der Kolumne IV, a.

Anders verhält ſich die Sache bei den nachgereiften Körnern. Wie aus Kolumne IV, b zu erſehen, ſtellt ſich das ſpezifiſche Gewicht derſelben in allen vier Reifeſtadien faſt genau auf dieſelbe Höhe; nach dem übereinſtimmenden Waſſergehalt iſt dies nicht anders zu erwarten. Zwiſchen den Zahlen beſtehen jedoch kleine Verſchiedenheiten, und zwar ſinkt das ſpezifiſche Gewicht anſcheinend mit einer gewiſſen Regel⸗ mäßigkeit von der Milchreife bis zur Vollreife. Zum Teil ſind dieſe Verſchiedenheiten auf die Ungleichmäßigkeit des Unterſuchungsmaterials zurückzuführen(kein Körnchen iſt dem andern gleich), zum Teil laſſen ſie ſich dadurch erklären, daß der relative Aſchengehalt der Körner mit der fortſchreitenden Reife abnimmt. Letztexes kommt daher, daß in dem Stadium der Milchreife weit mehr Stärke und Protein in die Körner eingeführt wird, als Mineralſubſtanz. Es betrug nämlich der Aſchen⸗ gehalt der nachgereiften Körner, auf die Trockenſubſtanz berechnet,

in der frühen Milchreife= 2,16% v ſpäten= 1,84 Gelbreife... 1,71 5 Vollreife...= 1,70

Da nun das ſpezifiſche Gewicht der Mineralſtoffe erheblich höher iſt, als dasjenige der organiſchen Subſtanzen, ſo muß auch das ſpezifiſche Gewicht der in der Milchreife geernteten und nachgereiften Körner etwas höher ausfallen, als dasjenige der ſpäter geernteten. Damit

wäre auch dieſe bis jetzt offene Frage in befriedigender und einfacher Weiſe gelöſt.

Blicken wir jetzt noch einmal auf die gewonnenen Reſultate zurück, ſo läßt ſich das praktiſch wichtige Hauptreſultat in folgenden Satz zuſammenfaſſen: