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Anleitung zum Getreidebau auf wissenschaftlicher und praktischer Grundlage / von Anton Nowacki
Entstehung
Seite
236
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1. ſE. I. I.

Reife⸗ V Tag Waſſergehalt Trockengewicht Volumen(Spezif. Gewicht ſtadi der V der Körner v. 100 Körnern v. 100 Körnern der Körner adium. Ernte. nach, e nach⸗ cer nach⸗ zer nach⸗ friſch gereift friſch gereift friſch gereiſt friſch gereift

kem Waſſer= 1. a. b a. b

186 s 5,31 2,40 1,200 1,402

a. b. a. b.

Milchreife

frühe 9. Juli 51,47 11,82 2,86 2,97 5, ſpäte 13. 47,69 11,67 3,58 3,71 un 3,00 1,229 1,400 134,27 Gelbreife 20., 25,73 11,87 419 42 4,28 3,43 1,336 1,397 2 81

Vollreife 23., 127 11,57 4,22 4,19 352 1 1 1

342 1,391 1386

Indem wir die Kolumnen der Tabelle der Reihe nach durchgehen und jeweilen die Zahlen unter a und b mit einander vergleichen, ge⸗ langen wir zu folgenden Sätzen.

I. Waſſergehalt. Bei den friſchen Körnern, welche ſofort nach der Ernte aus den Spelzen genommen und ſo ſchnell wie möglich unterſucht wurden, hielt ſich der Waſſergehalt während der Milchreife ziemlich auf gleicher Höhe. Dann aber ſinkt er ungemein raſch, in den 7 Tagen vom 13. bis zum 20. Juli zuſammen und im Durchſchnitt um 22 Prozent, in den 3 Tagen vom 20. bis zum 23. Juli um weitere 13 Prozent. Die größten Unterſchiede zeigen ſich in der Gelbreife,

wo der Waſſergehalt bei der Körner es waren dies die größeren über 34 Prozent, bei den übrigen% nur noch 12,9 Prozent betrug.

Bei den nachgereiften Körnern ſind alle dieſe Unterſchiede ver⸗ ſchwunden. Die in den verſchiedenen Reifeſtadien geernteten Körner gaben bei dem Nachreifen ſämtliches Waſſer ab, bis auf einen gewiſſen, ſich gleichbleibenden Reſt von durchſchnittlich 11,73 Prozent, welcher offenbar zum Beſtand und Weſen des lufttrockenen, lebensfähigen Kornes gehört. Bei denjenigen Körnern, die verſuchsweiſe bis zur Totreife (28. Juli) und Überreife(2. Auguſt) auf dem Halme blieben, wurde ein Waſſergehalt von 11,78 und 12,01 Prozent gefunden.

Folglich ergibt ſich das für die Praris wichtige Reſultat: Soweit es ſich lediglich um das Austrocknen handelt, kommt das künſtliche Nachreifen der Körner auf dem abgeſchnittenen Halme dem natürlichen Reifen auf dem ſtehenden Halme in der Wirkung vollkommen gleich.

II. Trockenſubſtanz. Wird aus den friſchen, ſofort entſpelzten Körnern einerſeits und aus den nachgereiften Körnern andererſeits durch