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Anleitung zum Getreidebau auf wissenschaftlicher und praktischer Grundlage / von Anton Nowacki
Entstehung
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vorkommen und viel leichter von dem Dorfſchmid ausgeführt werden können, als dies bei den komplizierteren Maſchinen mit Selbſtablage der Fall iſt. Einfach und dauerhaft iſt namentlichSamuelſons Eklipſe.

2. Die Mähemaſchinen mit Selbſtablage verdienen im allge meinen für den größeren Wirtſchaftsbetrieb den Vorzug. Sie er⸗ fordern 2 Pferde zur Beſpannung und 12 Mann zur Bedienung. Das Lenken der Pferde geſchieht gewöhnlich vom Sattel. Der zweite Mann geht hinter der Maſchine. Doch iſt an manchen neueren Maſchinen an der Fahrradachſe ein Sitz angebracht, ſo daß ein Mann die ganze Führung allein beſorgen kann. Fig. 132.

Wie bereits erwähnt, legen dieſe Maſchinen das Getreide nicht in's Schwad, ſondern in Gelege, und da dies vermittelſt eines ſinnreichen Harkenſyſtems nicht nach rückwärts, ſondern nach ſeitwärts geſchieht, ſo iſt die Bahn für den folgenden Gang ſtets frei. Man kann daher bei aufrechtſtehendem Getreide rundherum fahren und auch bei dem Mähen an einer Seite große Flächen ſchon abſchneiden, wenn die Binder noch anderweitig beſchäftigt ſind.

Zu den bekannteren Getreidemähemaſchinen mit Selbſtablage, deren mittlere Tagesleiſtung durchgängig 5 ha beträgt, gehören die von Sa⸗ muelſon, Hornsby, Wood, Howard, Johnſton, Me. Cormick An einigen derſelben iſt auch eine Vorrichtung zum Garbenbinden angebracht, die jedoch bis jetzt noch nicht ſo vervollkommnet iſt, daß ſie unter unſeren Verhältniſſen zur Einführung empfohlen werden könnte.

5. Das Machreifen.

Wird das Getreide in der Gelbreife oder vielleicht ſchon früher geſchnitten, ſo muß es erſt gehörig nachreifen, ehe es eingefahren werden kann. Wir wollen das Nachreifen von der theoretiſchen und praktiſchen Seite betrachten.

a. Die Theorie des Nachreifens.

Die Veränderungen, welche ſich bei dem Nachreifen in den Körnern vollziehen, ſind durch wiſſenſchaftliche Unterſuchungen*) klar gelegt worden. Dieſe Unterſuchungen beanſpruchen aber auch ein praktiſches Intereſſe, denn ſie zeigen, was man von dem Nachreifen zu erwarten hat, und was nicht.

In der nachſtehenden Tabelle laſſen ſich die Reſultate überblicken. Verſuchspflanze war der Weizen.

-. Di

*) A. Nowacki, a. a. O.