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Nach v. Kirchbach mäht ein Mann pro Tag: Wintergetreide beim Schwadenhauen 0,63— 0,75 ha
5„ Anhauen. 0,50—0,60„ Sommergetreide„ Schwadenhauen 0,70— 0,95„ 3„ Anhanen. 0,63—0,75„ Gelagertes Getreide...... 0,38 0,50„
Dabei iſt noch zu veranſchlagen, daß bei dem Schwadenhauen das Abraffen wegfällt, welches einen Arbeiter nicht voll beſchäftigt, ihm aber auch nicht ſo viel Zeit läßt, die Garben gleich zu binden.
Wo daher das Schwadenhauen mit der langen Getreideſenſe ein⸗ gebürgert iſt, da hat man keine Veranlaſſung, das Anhauen einzuführen. Schnittergeſellſchaften mag man immerhin bei der Methode laſſen, auf welche ſie eingeübt ſind.
c. Die Mähemaſchine.— Nach der Berufszählung vom Jahre 1882 waren im deutſchen Reiche 19,634 Mähemaſchinen in Thätigkeit. Eine anſehnliche Zahl, die aber im Vergleich zu den 63,842 Säemaſchinen und den 75,690 Dampfdreſchmaſchinen nur gering erſcheint. Und doch laſſen die Mähemaſchinen hinſichtlich ihrer Leiſtungsfähigkeit und Brauch⸗ barkeit kaum noch etwas zu wünſchen übrig.
Mit einer zweipferdigen Mähemaſchine mit Selbſtablage laſſen ſich pro Tag ſehr gut 5 ha bewältigen. Rechnen wir die Tagesleiſtung eines Mähers im Mittel zu 0,5 ha, und zur Bedienung der Maſchine 2 Mann, obwohl auch 1 Mann genügt, ſo erſetzt die Maſchine mit ihrer Beſpannung 8 Mann.
Dabei legt die Maſchine das Getreide ſofort in Garben(Gelege, Fröſche), was eine weitere Arbeitserſparnis bedingt. überdies iſt die Maſchine auch hinſichtlich der Qualität der Arbeit der Senſe und der Sichel bei weitem überlegen.„Die Arbeit des Getreidemähens iſt im Durchſchnitt viel beſſer, als die Handarbeit, und ſo ſauber, daß man kaum die Felder nachher abzuharken braucht; die von der Maſchine ge⸗ bildeten Garben ſind beſſer zu behandeln, zu laden, in Feimen zu ſetzen und zu dreſchen, wie die beim Mähen mit der Hand gemachten. Be⸗ ſonders aber in ſehr heißen Sommern, bei plötzlich eintretender Reife des Getreides, oder bei ſehr wechſelvollem Wetter während der Ernte, da zeigt ſich erſt der volle Wert der Mähemaſchine, da tritt der Vor⸗ teil der direkten Gelderſparnis weit zurück vor dem viel größeren der ſchnellen Bewältigung der Ernte in kurzer und in der richtigen Zeit und der Vermeidung der Verluſte durch Körnerausfall ꝛc.“*)
**) H.
Thiel, Uber Mähemaſchinen, Zeitſchrift f. d. l. V. d. Grsh. Heſſen 1870,
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