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jedoch ziemlich allgemein für dieſes Prinzip entſchieden, trotzdem nicht in Abrede zu ſtellen iſt, daß das Dreſchen der Halme und der Transport derſelben zum Druſch und vom Druſch einen bedeutenden und eigentlich ganz zweckloſen Kraftaufwand erheiſcht. Jeder mechaniſche Vorteil iſt mit einem mechaniſchen Nachteil verknüpft. So iſt es auch hier. Vor⸗ läufig werden wir jedenfalls an dem üblichen Ernteverfahren feſthalten, welches eine möglichſt vollſtändige Gewinnung der Körner und des Strohes gewährt.
Das Trennen des ährentragenden Halmes von der am Boden ver⸗ bleibenden kurzen Stoppel geſchieht a) mit der Sichel, b) mit der Senſe, c) mit der Mähemaſchine.
a) Die Sichel hat das für ſich, daß ſie auch von ſchwächeren Perſonen gehandhabt werden kann und in ſtark gelagerten und verwirrten Beſtänden eine ſchonendere Behandlung und ein regelrechteres Abbringen des Getreides geſtattet. Alle übrigen Vorzüge, die man ihr zuſchreibt, ſind hinfällig, können jedenfalls den Nachteil der geringen Leiſtungsfähig⸗ keit nicht aufwiegen, da zur Abbringung von 1 ha nicht gelagerten Getreides mit der Sichel 5— 10, mit der Senſe dagegen nur 1 bis 2 Arbeitstage erforderlich ſind. Man findet daher die Sichel nur noch dort im Gebrauch, wo der Getreidebau ganz im Kleinen oder als Neben⸗ beſchäftigung betrieben wird.
b) Die Senſe.— Mit der Senſe wird das Getreide entweder auf das Schwad gemäht oder angehauen.
Bei dem Schwadenmähen iſt die Senſe mit einem Geſtell aus— gerüſtet, welches wie eine langfingrige, ſteifausgeſtreckte Hand das abgeſchnittene Getreide erfaßt und zur Linken des Mähers ſchön geordnet auf den Boden ablegt.
Bei dem Anhauen iſt das Geſtell überflüſſig, weil der Mäher die abgehauenen Halme an das zu ſeiner Linken ſtehende Getreide nur anlehnt, das Fortnehmen und Ablegen derſelben der Abrafferin über⸗ laſſend.
Für das Sommergetreide wird meiſt das Schwadenhauen, für die Winterung das Anhauen empfohlen. Bei gelagertem Getreide bietet das Anhauen einige Vorteile, im Übrigen dürfte das Schwadenhauen auch bei der Winterung den Vorzug verdienen. Ein Zug eingeübter Mäher legt auch die ſtärkſte und längſte Frucht tadellos ins Schwad, und es erquickt Ohr und Herz, wenn 10 oder 12 Senſen auf einen Hieb taktmäßig durch die Halme ſauſen. Dieſe Muſik fördert die Arbeit, und in der That wird bei dem Schwadenhauen mehr geleiſtet, als bei dem Anhauen.


