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Anleitung zum Getreidebau auf wissenschaftlicher und praktischer Grundlage / von Anton Nowacki
Entstehung
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Daraus ergeben ſich als Gegenmittel:

1. Wegfangen der Mücken vor der Eierablage mit dem Hamen, was im großen wohl kaum durchführbar.

2. Tiefes Unterpflügen der Weizenſtoppeln ohne Wiederholung des Pflügens im Frühjahr.

3. Sorgfältige Reinigung des ausgedroſchenen Weizens und Ver⸗ brennen des ausgeklapperten oder ausgeſiebten Staubes.

11. Das Weizenälchen(Anguillula tritici).— Mit dem vor⸗ ſtehenden Namen bezeichnet man einen kleinen, mit bloßem Auge nicht erkennbaren Fadenwurm, welcher die Gicht- oder Radenkrankheit oder den ſogenannten Kaulbrand des Weizens verurſacht. Das Vor⸗ handenſein des Paraſiten läßt ſich nachweiſen, wenn man den gelblich⸗ weißen, faſerigſtaubigen Inhalt eines radigen Kornes,(welches übrigens

Fig. 129. Die Weizenmücke, Cecidomyia tritici.— 1 Larve vergrößert in der Weizenblüte, darüber ſtark vergrößert.— 2 Dieſelbe in einer geplatzten

Puppenhülſe.— 3 weibliche Muͤcke, rechts daneben die natürliche Größe in Linien.

mit dem Samen der Kornrade nichts gemein hat, als eine entfernte Ähnlichkeit in Geſtalt und Farbe), unter dem Mikroſkop betrachtet. Man ſieht dann zunächſt, wie die Staubfäſerchen auseinanderfahren und in dem Waſſer regellos durcheinanderſchwimmen. Das ſind rein mechaniſche Erſcheinungen, wie ſie auch bei toten Körpern vorkommen. Aber nach etwa anderthalb Stunden wird das Bild ein anderes: die Fädchen ſtrecken ſich, biegen ſich langſam hin und her, bewegen ſich allmählich lebhafter, wenden das eine Ende wie ſuchend bald da⸗, bald dorthin, rollen und winden ſich, kurz, der Staub iſt lebendig geworden, das Waſſer hat die ſcheintoten, völlig vertrockneten Würmchen zum Leben erweckt.