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als möglich, jedenfalls vor dem 15. April, tief umpflügt, um den in den verfaulten Wurzelſtöcken ſitzenden Maden bezw. Puppen das Ausſchlüpfen unmöglich zu machen oder wenigſtens bedeutend zu erſchweren.
Ebenſo iſt der etwa vorhandene Aufſchlag auf den Stoppelfeldern rechtzeitig durch Unterpflügen zu vertilgen. Findet ſich der Aufſchlag in der Gerſten-, Weizen- oder Roggenſtoppel zuſammen mit angeſäetem Klee oder Kleegras, ſo kann man vereinzelte Getreidepflanzen alsbald nach ihrem Erſcheinen durch Ausjäten oder Aushacken beſeitigen, während bei einer größeren Menge derſelben nichts übrig bleibt, als das Ab⸗ weiden. Wo der„Getreideverwüſter“ häufiger auftritt, da kann es rat⸗ ſam ſein, anſtatt der genannten Getreidearten als Deckfrucht des Klees, der Luzerne ꝛc. eine andere Pflanze zu wählen, welche von der Made der Heſſenfliege nichts zu leiden hat.
Endlich wäre hier noch zu erwähnen, daß man die Saat der ge⸗ meinen Gerſte(Hordeum vulgare) dadurch ſchützen kann, daß man die Beſtellung erſt im Juni vornimmt, nachdem die Schwärmzeit der Früh⸗ jahrsgeneration vorüber iſt. Bei der zweizeiligen Gerſte(Hordeum distichum) iſt dagegen eine ſo ſpäte Ausſaat nicht zuläſſig.
b) Zur Bekämpfung der Herbſtgeneration iſt vor allem geboten, die Roggen⸗, Weizen⸗ und Gerſtenſtoppel ſofort nach der Ernte aus⸗ zukrümmen und haufenweiſe zu verbrennen, oder aber ſorgfältig und tief unterzupflügen in der Weiſe, wie es vorhin bei Beſprechung der Halm⸗ weſpe angedeutet worden iſt.
Ein weiteres Mittel beſteht in der Verſchiebung der Winterungs⸗ ſaat bis zum 20. September. Noch ſicherer wäre es, bis zum 10. Oktober, d. h. bis zu der Zeit zu warten, wo die Schwärmzeit der Herbſt⸗ generation vorbei iſt, aber dann iſt leider auch die beſte Saatzeit vorbei; überdies fällt die ſpäte Saat der Frühjahrsgeneration leichter anheim.
10. Die Weizenmücke(Cecidomyia tritici).— Dieſe kleine Mücke, die bis jetzt in Deutſchland nicht ſo verheerend aufgetreten iſt, wie in Frankreich, England und Nordamerika, ſchwärmt von Ende Mai bis Mitte Juli, Abends zwiſchen 7 und 9 Uhr, um die blühenden Ahren des Weizens(der Gerſte und des Roggens), Das Weibchen ſchiebt ſeine lange Legeröhre zwiſchen die Spelzen und legt bis zehn Eier hinein, aus denen binnen zehn Tagen die gelben Maden ausſchlüpfen, die den Blütenſtaub und nach der Blüte den jungen Fruchtknoten ver⸗ zehren. Fig. 129 bei 1..
Zur Erntezeit verläßt ein Teil der Maden die Ähre, um den Winter in der Erde zuzubringen und ſich erſt im Frühjahr zu verpuppen, ein anderer Teil gelangt mit den Ähren in die Scheune und beim Dreſchen in die Spreu.


