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Anleitung zum Getreidebau auf wissenschaftlicher und praktischer Grundlage / von Anton Nowacki
Entstehung
Seite
221
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An der Lagerſtätte der Maden wird der Halm ſo beſchädigt, daß er ſpäter die Ähre nicht zu tragen vermag, ſondern umknickt. Nach Wind und Regen ſieht ein ſtark infiziertes Feld wie verhagelt aus, es fehlt nur das untrügliche Kennzeichen des Hagels: der Anſchlag.

Gegen Ende Juni ſind die meiſten Maden erwachſen und in den Zuſtand der Puppe übergegangen. Die Mehrzahl derſelben bleibt bei der Ernte in der Stoppel auf dem Felde zurück, um bald darauf die noch gefährlichere Herbſtgeneration zu liefern.

b) Die Schwärmzeit dieſer Herbſtgeneration fällt vornehm⸗ lich in den September, alſo in die Zeit der Roggenſaat. Deshalb leidet Roggen, beſonders der Anfang September geſäete, mehr von der Made,

N

Fig. 128. Die Heſſenfliege, Cecidomyia destructor.— 1 Eier an

einem Blatte.— 2 Tonnenpuppe in einem Lager. 21 dieſelbe ſtark ver⸗

größert.— 3 Larve, ſtark vergrößert.— 4 Die in der Tonne liegende Puppe,

ſtark vergröͤßert.— 5 weibliche Mücke, darunter die Linien der nat. Größe und daneben der männliche Hinterleib vergrößert.

Inſekt vorgezogen wird, ſobald es zwiſchen Roggen und Weizen die Wahl hat. Außerdem ſetzt die Fliege oder richtiger Mücke die Eier auf die Blätter der Gerſten⸗, Roggen⸗ oder Weizenpflanzen, die durch Aus⸗ fall auf dem gepflügten oder nicht gepflügten Stoppellande entſtehen.

Die meiſten, wenn nicht alle Pflanzen der Winterſaaten, welche mit Maden beſetzt ſind, gehen bis zum Frühjahr zugrunde. Die Maden bezw. die Puppen dagegen bleiben erhalten und liefern im April wieder die Frühjahrsgeneration.

Gegenmittel.

a) Gegen die Frühjahrsgeneration der Heſſenfliege läßt ſich dadurch ankämpfen, daß man die zu grunde gerichteten Saaten ſo früh