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Anleitung zum Getreidebau auf wissenschaftlicher und praktischer Grundlage / von Anton Nowacki
Entstehung
Seite
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Die Larven der Halmweſpe laſſen ſich dadurch vertilgen, daß man die Stoppeln ſamt den Wurzelſtöcken auskrümmert, in Haufen zuſammenbringt und verbrennt. Zweckmäßig iſt auch das gleichmäßig tiefe Unterpflügen der Stoppeln, ſofern es durch Rajolpflügen(unter Anwendung eines Pfluges mit Schälſchar), oder durch Doppelpflügen, oder durch Spatpflügen geſchieht.

9. Die Heſſenfliege(Cecidomyia destructor).— Dieſes winzig kleine, aber höchſt gefährliche Inſekt hat zwei Generationen, von denen die eine im Frühjahr, die andere im Herbſt erſcheint.

a) Die Schwärmzeit der Frühjahrsgeneration beginnt in der zweiten Hälfte des April und dauert bis gegen Ende Mai. Das be⸗ fruchtete Weibchen legt ſeine 80— 100 ECier nacheinander an die unterſten

Hee h M 1 Fig. 126. Der Getreidelauf⸗ Fig. 127. Die Halmweſpe, Cephus käfer(Zabrus gibbus) nebſt Larve. pygmaeus.— 1 Larve.— 2 Dieſelbe

eingeſponnen im Winterlager.— 3 Halm⸗ weſpe vergrößert.

Blätter der Getreidepflanze, gewöhnlich je zwei ſchräg übereinander zwiſchen je zwei Längsnerven des Blattes. Sie ſind ſo klein, daß ſie das unbewaffnete Auge nicht bemerkt. Fig. 128 bei 1.

Je nach der Witterung liegen die Eier fünf bis zwölf Tage, dann ſchlüpfen die Maden aus, kriechen in der Rinne zwiſchen den Blattnerven bis zur Blattſcheide und in dieſer abwärts bis zum Halmknoten. Hier ſetzen ſie ſich feſt und verlaſſen den einmal angenommenen Wohnort nicht wieder. Fig. 128 bei 2.

Entſprechend dem verſchiedenen Entwickelungszuſtand der Pflanzen findet man die Maden, einzeln oder in Geſellſchaften bis zu neun Stück, bei der Winterung(Weizen oder Roggen) dicht über dem erſten oder zweiten Halmknoten von unten, bei der Sommerung(Weizen, Roggen oder Gerſte) dicht über dem Wurzelſtock.