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Anleitung zum Getreidebau auf wissenschaftlicher und praktischer Grundlage / von Anton Nowacki
Entstehung
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Waſſerfurche von 25— 30 cm Tiefe. Sobald die Nahrung im Innern derſelben knapp wird, wandern die Tiere zur Nachtzeit weiter, ſtürzen in die Fangfurche und können des Morgens in der Frühe mit einem Beſen zuſammengekehrt und fortgenommen oder, wenn die Sohle der Fang⸗ furche feſt genug iſt, auch direkt zertreten oder zerſtampft werden. Der Erfolg dieſes einfachen und probaten Mittels hängt natürlich davon ab, daß man den Feind rechtzeitig bemerkt. Noch einfacher iſt es, wenn das Land ſchon vor der Saatbeſtellung durch Einſetzen von Maulwürfen, durch Auftreiben von Schweinen ꝛc. von dem Ungeziefer gereinigt wird.

7. Der Getreidelaufkäfer(Zabrus gibbus).— Die Larven dieſes Inſekts kommen ebenfalls des Nachts zum Fraß aus ihrem Verſteck an die Oberfläche und ſchädigen die junge Saat von Weizen, Roggen und Gerſte in ähnlicher Weiſe, wie die Erdraupen. Da die Verwüſtungen von einer beſtimmten Stelle ausgehen und von dieſer regelmäßig weiter

Fig. 125. Die Winterſaateule, Agrotis segetum.— 1 Raupe geſtreckt und eingerollt.— 2 Puppe.— 3 weiblicher Falter.

rücken, ſo hilft auch hier die Anlegung von Fanggräben, die gegen dieſen Feind aber mindeſtens 40 cm tief angelegt werden müſſen.

8. Die Halmweſpe(Cephus pygmaeus).— Das geflügelte Inſekt fliegt im Mai oder Juni auf den Roggen⸗ und Weizenfeldern von einer Pflanze zur andern, bohrt den oberſten oder den zweiten Halmknoten an und legt je ein Ei hinein. Nach etwa zehn Tagen ſchlüpft die Larve aus, die nun, die Halmknoten durchbohrend, im Innern der Halmröhre auf und abfrißt, um ſich gegen die Zeit der Ernte unmittel⸗ bar über der Wurzel einen glasartigen Kokon zur Überwinterung zu ſpinnen. Fig. 127 bei 2.

Das Vorhandenſein des Feindes macht ſich an den weißen Ähren unter den grünen bemerklich, während der Halm, unterhalb grün, ober— halb weiß, aber feſt und von außen unbenagt erſcheint. Die Larve findet man, wenn man den Halm von unten nach oben ſpaltet.