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Blätter des Berberitzenſtrauches gebracht, auf welchen ſie merkwürdiger⸗ weiſe zur Entwicklung gelangen, während dies auf den Blättern eines Graſes durchaus nicht möglich iſt.
3. Acidien und Spermogonien. Fig. 118 zeigt eine Sporidie, deren Keimſchlauch bei i die Oberhaut des Berberitzenblattes durchbohrt hat. Iſt dies geſchehen, ſo durchwuchert das Mycelium des Pilzes den fleiſchigen Teil des Blattes und erzeugt zweierlei Fruchtformen: die Acidien und Spermogonien, welche in Fig. 119 bei a und sp zu ſehen ſind. Über die Bedeutung der Spermogonien weiß man noch nichts
Fig. 116. Gemeiner Grasroſt, Puccinia Fig. 117. Streifenroſt, Puccinia
graminis.— u Sommerſporen oder straminis.— t zweizellige Winterſpore,
Uredoſporen, t Winterſporen oder Te⸗ obere Zelle ausgekeimt. g Gonidie oder leutoſporen. Sporidie.
Vergrößerung 390 fach.(Nach de Bary.) Vergrößerung 390 fach.(Nach de Bary.)
beſtimmtes; man hat in ihnen winzig kleine ſchwarze Körnchen gefunden, deren Keimung aber bis jetzt nicht gelungen iſt.
Dagegen iſt die Bedeutung der Acidien völlig klar gelegt. Anfangs bildet das Äcidium unter der Oberhaut des Berberitzenblattes einen knolligen Körper(Fig. 119, B). Später durchbricht es die Oberhaut und ſtellt einen offenen Becher dar, aus deſſen Grunde beſtändig gonidien⸗ artige Sporen abgeſchnürt werden, die an der Offnung des Bechers aus⸗ einanderfallen(Fig. 119 a).
Dieſe Acidienſporen entwickeln ſich nur auf der Oberfläche eines Grasblattes, z. B. des Roggens, des Weizens ꝛc., und zwar dringen die Keimſchläuche ein durch die Poren der Spaltöffnungen. Das im Pa⸗


