renchym der Graspflanze entſtehende Mycelium erzeugt binnen 6— 10 Tagen wieder Sommer⸗ oder Uredoſporen, und damit iſt der Kreislauf des Pilzes geſchloſſen.
Die Mittel zur Bekämpfung des Grasroſtes ergeben ſich aus der Entwicklungsgeſchichte desſelben. Als ſolche ſind zu nennen.
1. Ausrotten der Berberitzenſträucher.
2. Unterpflügen der Stoppeln und Strohhalme.
3. Reinhalten der Grenzraine, Gräben und Wege von wildwachſenden
Gräſern. 4. Entwäſſerung, weil die Feuchtigkeit die Wucherung des Pilzes begünſtigt.—
Fig. 118. Gemeiner Grasroſt, Fig. 119. Gemeiner Grasroſt, Puccinia gra-
Puccinia graminis.— Eine minis.— A der durch den Pilz aufgetriebene Sporidie(vergl. Fig. 117), Teil eines Berberitzenblattes. o Oberſeite, welche bei i die Oberhaut eines u Unterſeite des Blattes. sp Spermogonien, Berberitzenblattes mit ihrem a Acidien, letztere Gonidien ausſtreuend.
Keimſchlauch s durchbohrt hat. B ein Acidium noch unter der Oberhaut u des Vergrößerung 390 fach. Blattes. V (Nach de Bary). Schwach vergrößert.(Nach J. Sachs.)
Die beiden anderen Roſtarten, die wir hier kurz berückſichtigen wollen, ſind der Streifenroſt, Puccinia straminis, auch P. Rubigo-vera genannt, und der Kronenroſt, Puccinia coronata. Beide Arten ſtimmen 1G in ihrer Entwicklung mit Puccinia graminis überein, nur die Pflanzen, auf denen das Acidium vorkommt, ſind verſchieden. — Der Streifenroſt, P. straminis bevorzugt als Wirt den Weizen, verſchmäht aber auch den Roggen und die Gerſte nicht und hält auch Einkehr bei wildwachſenden Gräſern.
Seine zweizelligen, aber abgeſtutzten Winterſporen zeigt Figur 117. Die obere Zelle iſt ausgekeimt, um Sporidien zu entwickeln.
Das Acidium des Streifenroſtes findet ſich auf folgenden rauh⸗ blättrigen Pflanzen: Ochſenzunge, Anchusa officinalis,— Hundszunge,
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