ſchale. Beide ſind durch Druck ſo feſt aneinandergepreßt, daß ſie wie ein Ganzes erſcheinen. Die Fruchtſchale p der Gerſte iſt viel dünner, wie diejenige des Weizens(Fig. 20), aber Spelze und Fruchtſchale zuſammen haben bei der Gerſte dieſelbe, meiſt eine größere Dicke, wie die Fruchtſchale des Weizens für ſich allein. Im allgemeinen kann man ſagen, daß der Schutz der inneren Fruchtteile bei den beſpelzten Getreidearten etwas mehr geſichert iſt, als bei den unbeſpelzten oder nackten.
Fig. 23. Eine Endoſpermzelle aus dem Fig. 24. Eine ſtärkemehlfüͤhrende
glaſigen Teil des Maiskorns(Zea Mays). Die polyedriſchen Stärkekörner ſind durch eine ſtickſtoffhaltige Grundmaſſe zu⸗ ſammengekittet, und jedes Stärkekorn zeigt im Innern einen ſternförmigen luftführenden Hohlraum.
Endoſpermzelle aus einem gequollenen Roggenkorn(Secale cereale). Zwiſchen den meiſt linſenförmigen größeren und kleineren Stärkekörnern befinden ſich, eingebettet in eine ſtickſtoffhaltige Grund⸗ maſſe, äußerſt kleine Proteinkörner.
Vergrößerung 450 fach. Vergrößerung 450 fach.
Die Stärkemehlzellen m der Gerſte ſtimmen im weſentlichen mit denen des Weizens überein. Auch die Kleberſchicht n iſt in der Haupt⸗ ſache ebenſo gebildet wie beim Weizen; nur beſteht der Unterſchied, daß dieſe Schicht bei der Gerſte aus drei bis vier Zellreihen, bei dem Weizen dagegen nur aus einer Zellreihe zuſammengeſetzt iſt. Jedoch finden wir auch beim Weizen, beſonders in der Nähe des Keimlings, in der betreffenden Schicht mehr als eine Zellreihe. Ähnlich wie mit dem Weizen verhält es ſich mit dem Roggen, dem Hafer, dem Mais und der Hirſe, welche alle eine größtenteils einreihige Kleberſchicht beſitzen.


