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Anleitung zum Getreidebau auf wissenschaftlicher und praktischer Grundlage / von Anton Nowacki
Entstehung
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Mit den Stärkemehlzellen ſteht nach außen hin in organiſcher Ver⸗ bindung die Kleberſchicht n, deren Zellwände(in Fig. 21 von oben ge⸗ ſehen) ſtark verdickt, aber nicht verholzt ſind. Die Kleberſchicht bildet ſo in dem ganzen Umkreis des Endoſpermkörpers gleichſam eine wohlgefügte Mauer um die zarteren Stärkemehlzellen. Der Inhalt der Kleberzellen wird von kleinen ſtickſtoffhaltigen Körnern gebildet, zwiſchen denen man bei ſtarker Vergrößerung eine andere, gleichfalls ſtickſtoffhaltige Subſtanz erkennt.

Die Teile, die ſich nach außen hin an die Kleberſchicht anſchließen, in Fig. 20 mit e, i, ch und o bezeichnet, faſſen wir der Kürze wegen unter dem Ausdruck Schale' oder Fruchtſchale' zuſammen. Wir

Sp 5 4 . m 898,88e 8979989R

Fig. 22. Teil eines Querſchnitts durch ein Gerſtenkorn(Hordeum distichum). m Stärkemehlzellen, n Kleberſchicht des Endoſperms. p Fruchtſchale. sp Spelze.

Vergrößerung 150 fach.

bemerken dazu nur folgendes. i iſt die braungefärbte Schicht, welche der Schicht ch feſt anliegt. o iſt die äußere Schicht, welche ſich leicht von dem Korn abziehen und von der Schicht ch trennen läßt. Die Zell⸗ wände der Schichten o und ch ſind ſehr ſtark verdickt und verholzt. Außerdem kreuzen ſich die Zellwände der Schichten o, ch und i in ver⸗ ſchiedenen Richtungen. Durch beides wird die Feſtigkeit der Schale weſentlich bedingt.

Die vorſtehende Beſchreibung gilt zunächſt für den Weizen, ſie kann aber Wort für Wort auch auf den Roggen bezogen werden.

Als Beiſpiel für die beſpelzten Früchte wählen wir die Gerſte (Hordeum distichum). In Fig. 22 iſt sp die Spelze, p die Frucht⸗