Der Embryo des Roggens und der Gerſte unterſcheidet ſich durch das Fehlen der Keimſchuppe und außerdem durch die Zahl der Würzelchen. Der Roggen hat nämlich 4—5, die Gerſte 5—8 Würzelchen am Keim⸗ ling. Man vergleiche die betreffenden Figuren im beſonderen Teil des dritten Abſchnitts.
Nächſtdem haben wir uns den Mehl⸗ oder Endoſpermkörper etwas genauer anzuſehen, aus welchem der Embryo bei der Keimung die Nahrung bezieht. Wir nehmen auch gleich die Schale mit hinzu, ohne auf ihren komplizierten Bau hier näher einzutreten.
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AA- G᷑A Fig. 20. Teil eines Querſchnitts durch ein Fig. 21. Kleberſchicht des Weizenkorn(Triticum vulgare). m Stäͤrke⸗ Weizens, Triticum vulgare, mehlzellen. Die Staͤrkekörner eingebettet in eine von oben geſehen. Im Innern ſtickſtoffhaltige Grundmaſſe. n Kleberſchicht. der Zellen bemerkt man den o aͤußere, ch, i und e innere Lagen der Zellkern. Schale. i das braungefärbte Integument. Vergrößerung 200 fach.
e Überreſt(Oberhaut) des Eikerns. Die Er⸗ klärung dieſer Schichten folgt ſpäter. Vergrößerung 200 fach.
Fig. 20 zeigt einen Teil des Querſchnitts durch einen Weizenkorn bei 200 facher Vergrößerung. Bei m ſehen wir das Zellgewebe des Mehl⸗ körpers. Jede Zelle bildet einen allſeitig geſchloſſenen kleinen Sack, der dicht angefüllt iſt mit größeren und kleineren Stärkemehlkörnern. Die ſchneeweißen Stärkemehlkörner ſind eingebettet in eine ſchwach braungelb gefärbte(in der Zeichnung dunkel gehaltene) ſtickſtoffhaltige Grundmaſſe (Bei Anwendung von Jod färben ſich die Stärkekörner ſchön blau, die ſtickſtoffhaltige Zwiſchenſubſtanz zwiſchen ihnen deutlich gelb.) Die Zellwände, welche eine größere Zahl von Stärkemehlkörnern umſchließen, ſind äußerſt dünn.


