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Pribyl's Geflügelzucht : unter besonderer Berücksichtigung der Eier- und Fleischerzeugung / Leo E. Pribyl
Entstehung
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Landhuhnraſſen. 39

Das Hamburger Huhn führt ſeinen Namen nicht lüen deshalb, weil es in oder bei Hamburg erzüchtet worden iſt oder überhaupt ge⸗ züchtet wird; es ſtammt aus Engkand. Es gleicht in allen Vohiehuncen einem hübſchen Landhuhne, das einen ſchön ausgebildeten Roſenkamm trägt. Die Ohrlappen ſind weiß, die Kehllappen dünn und gut ge⸗ rundet. Es iſt ausgezeichnet durch hübſch gebogenen Hals mit reichem Federſchmucke, breiten kräftigen Körper, volle Bruſt, etwas nach vorn getragen, breite Flügel, kräftige Schenkel, ziemlich kurze unbefiederte Läufe mit großen ſchlanken Zehen. Der Schwanz iſt mit breiten Sichel⸗ und Schmuckfedern reichlich geziert. Das Gewicht beträgt bei den Hähnen 2 ½— 3, bei den Hennen 2 kg.

Dis hauptſächlichſten Farbenſchläge ſind:

.Silbergetupfte oder Hamburger Silberlack, silverspan- geld üanHule Der Hahn hat ſilberweiße, an der Wurzel getupfte Halsfedern. Die Rücken⸗, Sattel⸗ und Bugfedern ſind weiß, ſchmal ſchwarz längsgefleckt, die Flügeldeckfedern weiß mit zwei ſchwarzen Tupfen, welche ein doppeltes Band durch die Flügel bilden. Bruſt, Unterleib und Schenkel haben weiße Federn, jede Feder am Ende der Spitze mit einem großen, ſchwarzen Tupfen, ſo daß das Weiße kaum ſichtbar iſt; die Sichelfedern ſind weiß mit ſchwarzer Spitze.

Die Henne hat ſilberweiße Halsfedern mit ſchwarzer Spitze. Rücken⸗, Sattel⸗, Schwanzdeck⸗, Unterleib- und Bruſtfedern, wie auch die Schenkelfedern ſind weiß mit großen, runden, ſchwarzen Tupfen an der Spitze. Die zwei Schwingen ſind weiß, mit ſtarken halbmond⸗ förmigen Tupfen endend. Die Zeichnung muß am ganzen Körper gleichmäßig ſein.

2. Goldgetupfte Hamburger„Hamburger Goldlack unter⸗ ſcheiden ſich durch die roten Augen. Das Gefieder iſt beim Hahne goldbraun. Die Hals⸗ und Sattelfedern ſind ſchwarz geſtreift, die Rücken- und Bugfedern mit ſchwarzen Spitzfl ecken, die Flügeldei⸗ federn mit ſtarken, runden, ſchwarzen Tupfen an der Spitze, zwei Quer⸗ bänder bildend, ebenſo die Schwingen. Bruſt⸗, Schenkel⸗ und Unter⸗ teile haben ſtarke, runde, ſchwarze Tupfen; de Schwanz iſt ſchön grün⸗ ſchwarz.

Die Henne hat ein ähnliches Gefieder, in der Zeichnung ganz mit den Silbergetupften übereinſtimmend, nur ſchwarz geſtreifte, nicht getupfte Halsfedern und ſchwarzen Schwanz.

3. Die ſilber⸗ und goldgeſprenkelten Hamburger unter⸗ ſcheiden ſich nur in der Grundfarbe des Gefieders; bei erſteren ſilber⸗ weiß, bei letzteren rötlich u oltfcdig, bei den Hennen, rötlichgold⸗ braun bei den Hähnen. Der Schnabel iſt hornfarbig,? Augen hellrot, die Füße dunkel bleigrau. Der Hahn der eten hat weiße Hals⸗, Rücken⸗, Sattel⸗ Schulter⸗ und Bugfedern; die Flügeldeckfedern haben ſchwarze

Querſprenkel, die an der Spitze ein Band bilden; die Sch hwingen ſind weiß, die erſten unten ſchwarz, die zweiten haben einen ſchwarzen Q Quer⸗ ſtreifen am Kiele. Bruſt und übriges Gefieder ſind weiß mit ver⸗