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Pribyl's Geflügelzucht : unter besonderer Berücksichtigung der Eier- und Fleischerzeugung / Leo E. Pribyl
Entstehung
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38 Zweiter Abſchnitt. Hühnerzucht.

Das iſt eine in und bei Ramelslohe(bei Hamburg) von der ärmeren Bevölkerung ausgeübte, ziemlich einträgliche Hausinduſtrie. In neueſter Zeit iſt auch die Eibrütung in größerem Maßſtabe durch Brütmaſchinen mit Erfolg verſucht worden.

Eine beſondere Abart des Haushuhns, das Thüringer Baus⸗ bäckchen oder Waldhuhn, trägt einen Federbart; eine andere, das Kaul⸗ oder Kluthuhn, iſt ſchwanzlos; eine dritte, das Dachshuhn, auch Krüper genannt, in Frankreich als Courtes-pattes bezeichnet, hat im Verhältniſſe zur Körpergröße ſehr kurze Beine. Auffallend und eigentümlich unterſcheidet ſich von allen Hühnern das in Siebenbürgen heimiſche Nackthalshuhn(Fig. 5), durch unbefiederten und deshalb verhältnismäßig lang erſcheinenden Hals. Ebenſo iſt der Kopf nackt,

Fig. 5. Siebenbürger Nackthalshuhn.

mit Ausnahme des Scheitels, welcher den Kamm und einen nach hinten hängenden Federſchopf trägt. Der Kamm iſt verſchieden geformt: ent⸗ weder einfacher Steh- oder Roſen- oder Muſchelkamm(zweiteilig und hinten verbunden). Der nicht große Rumpf wird von verhältnismäßig hohen Beinen mit glatten gelben Läufen und 4 Zehen getragen. Das Gefieder iſt hart und dünn und verſchiedenfarbig, der Unterleib faſt nackt. Das Gewicht beträgt 2 bis 3 ½ kg, das Eigewicht 60 bis 70 g. Obgleich dieſes Huhn keine anſprechende, wenn auch eine intereſſante Erſcheinung iſt, empfiehlt ſich deſſen Züchtung dennoch zur Eier⸗ produktion, da es ſehr abgehärtet iſt. Ein bezüglicher Verſuch in Nord⸗ deutſchland hat dies beſtätigt.

Unter die Landhühner ſind noch, weil aus dem gemeinen Land⸗ huhne erzüchtet, die edleren Raſſen: Hamburger und Rotkappen, Schottiſche Graue und das Dorkinghuhn einzureihen.