man täglich zweymahl, erwa eines Hanfkornes groß⸗ in das kranke Auge ſtreicht: 2 Loth ungeſalzene friſche Butter, 8 Gran rothen Queckſilber⸗Niederſchlag, 10„ Kampher, 6„ Zinkblumen; alles zu einer Salbe wohl abgerieben.
Ein ſehr vortreffliches Präſervativ⸗Augenwaſſer, welches im Falle geſchwächter Augen, ſowohl bey Menſchen als Thieren, mit dem entſprechendſten Erfolge anwendbar iſt, und das ich bey mei⸗ nen Schafen, Pferden und meinem Hornvieh ſowohl, als bey Menſchen mit gleich glücklichem Erfolge verwende, und dadurch jederzeit nachtheiligen Folgen vorgebeugt, öfters ſchon weit vor⸗ geſchrittenen Übeln Einhalt gethan habe, iſt folgendes: Man nehme
1 Quentchen weißen Vitriol,
1„ Koochſalz; beydes läßt man mit einem Seidel Waſſer in einem neuen Hafen einen Sud machen, dann auskühlen, füllt es hierauf in eine reine Flaſche, und miſcht ein Quentchen Kampher dazu, ſo iſt es fertig.
Dieſes Augenwaſſer wird nur äußerlich gebraucht, es werden nähmlich die Augendeckel und Augenwinkel damit befeuchtet. Iſt aber ſchon ein kleines Fell im Auge, ſo darf ſolches, ſtatt des Einblaſens mit Zucker oder Salz, damit maͤßig befeuchtet werden. Des Abends iſt der Gebrauch dieſes Mirtels am zweckmäßigſten befunden worden.
Von den Maden in der Zucht der Muteerſchafe.
197. Dieſe rühren von einer Fliege her, welche ihre Eyer in die Mutterſcheide der Schafe, oder auf jeden andern wunden Theil legen, wodurch ſich die Maden erzeugen, nach und nach größer werden, und ſich je länger deſto tiefer in das Fleiſch einfreſſen.
Man verwahrt das Vieh dagegen, wenn man im Sommer jede, auch die kleinſte und unbedeutendſte Wunde mit Wagen⸗
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