Teil eines Werkes 
Zweyter Theil, zweyte Abtheilung (1825)
Entstehung
Seite
137
Einzelbild herunterladen

nk⸗ , h n der hr⸗

hen

jer: ruch 8 he⸗ Sge⸗

in⸗ Aren el lh, drin,

9t,

4

135 die Geſchwulſt kalt, ſo enthält ſie Waſſer; iſt aber eine erhöhte Wärme darin wahrzunehmen, ſo enthält ſie Eiter.

Man ſteche die Geſchwulſt, ſobald man ſpüret, daß ſie mit Waſſer angefüllt iſt, mit einer Lanzette oder einem ſpitzigen Meſ⸗ ſer an einigen Puncten auf, und drücke dasſelbe ſorgfaͤltig aus, wodurch die Krankheit, in Verbindung mit obigen Mitteln, ſehr oft gehoben wird.

Von Augenkrankheiten.

196. Die Schafe ſind öfters auch Augenkrankheiten unterwor⸗ fen, welche theils von innerlichen Urſachen, theils von einem in das Auge gekommenen fremdartigen Körper herkommen können.

Iſt ein oder ſind beyde Augen entzündet, ſo waſche man ſie gelind mit friſchem Waſſer oder lauer Milch aus; wenn aber Staub oder andere in das Auge gefallene Unreinigkeiten die Urſache davon ſind, ſo trachte man ſolche durch das Ausreinigen her⸗ auszubringen.

Thiere, bey denen dieſe Beſchwerden von innerlichen Urſa⸗ chen herrühren, ſind gewöhnlich feſtleibig; daher man ihnen Salz zur Lecke, um weicher zu miſten, oder gereinigten Salniter ein⸗ geben muß.

Wird durch dieſes letztere Mittel das Üübel nicht gehoben, ſo werden in die Ohren Pfriemen von Juchtenleder oder von Wolle eingezogen, um künſtliche Geſchwüre zu erzeugen, und die ſchar⸗ fen Säfte von den Augen dahin zu leiten.

Dieſes Mittel, in Verbindung mit ſehr fein gepülvertem weißen, feinen Zucker, welcher den Schafen in die kranken Augen mittels eines Federkiels geblaſen wird, vertreibt auch ſehr oft die weißen Felle, welche die Augäpfel der Schafe bey obigen vernach⸗ läſſigten Augenbeſchwerden häufig überziehen. Gebranntes, ſehr fein gepülvertes Salz kann mit günſtigem Erfolge die Stelle des Zuckers, nach meinen Erfahrungen, erſetzen.

Auch leiſtet folgende Salbe voyxtreffliche Dienſte, wovon