Teil eines Werkes 
Zweyter Theil, zweyte Abtheilung (1825)
Entstehung
Seite
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Werden die Wunden aber ſchwärzlich, ſo nimmt die Krank⸗ heit einen bösartigen Charakter an. Iſt dieſer Fall vorhanden, ſo waſche man ſie mit einer ſtarken Auflöſung von Salmiak oder blauem Vitriol im Waſſer, welches ein ſehr wirkſames und bewaͤhr⸗ tes Mittel für dieſen Zuſtand iſt.

Vom Kropf.

195. Feuchte, niedrige, ſaure oder mooſige Weiden verurſachen faulige Krankheiten und Kröpfe bey Schafen, deßgleichen Leber galle und andere waſſerſüchtige Übel. Solche Schafe werfen auch jederzeit kranke Lämmer, die durch die geringſte fehlerhafte Be⸗ handlung die Krankheit der Altern bekommen, und wegen ge ſchwaͤchter Organiſation wenig zur Zucht taugen.

Eine Abkochung von bittern Kräutern, als: Wermuth, En⸗ zian, Kalmus ꝛc., oder Roßkaſtanien, Wachholderbeeren pflegt man nebſt trockenen Weiden für Schafe, die mit dieſem übel behaftet ſind, zu gebrauchen, und derley Kräuter nebſt Knoblauch, mit etwas Salz vermengt, den Patienten zugleich beyzubringen, nähmlich:

Pfd. Wachholderbeeren,

Wermuth,

Tauſendguldenkraut; alles fein geſtoßen und gemiſcht, mit 2 Theilen Salz vermengt, jedem Schaf täglich 1 Loth in 2 Portionen gegeben. Oder:

6 Loth Wallnußſchalen,

2 Quentchen Eiſenvitriol, in 5 Seidel Waſſer gekocht, auf 3 Portionen.

Der Kropf legt ſich in der Größe eines Hühner-Eyes, und in gewiſſen Umſtänden noch größer, unter dem Halſe, manches Mahl auch an der Seite des Kopfes, an. Seine Geſchwulſt enthält Luft und Waſſer, und er vergeht, um wieder zu kommen, wenn er nicht öfters eröffnet wird.

Aber außer dem lymphatiſchen Waſſer erzeugt ſich zuweilen auch Eiter in demſelben, vorzüglich an der Seite des Kopfes. Iſt

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