Teil eines Werkes 
Zweyter Theil, zweyte Abtheilung (1825)
Entstehung
Seite
126
Einzelbild herunterladen

124 ten aber dennoch Patienten einer dritten Operation und Einbäu ſchung bedürfen, ſo wende man ſolche an.

Thaeriſches Heilverfahren.

Nach Hrn. Staatsrath Thaer hat dieſe Krankheit drey Um laufszeiten.

Die Erſte: Hinken an einem oder an mehrern Füßen, ver⸗ mehrte Warme der Klaue im Grunde der Spalte, und Aus⸗ ſchwitzen einer übelriechenden Näſſe.

Die Zweyte: Die Thiere können nicht mehr gehen, die Häute der Spalten erſcheinen weiß und rauh, die Wände der Hornſchuhe werden ſpröde, der Eiter dringt in die Hornkapſeln, das Thier ſchuhet aus.

Die Dritte: Das Übel gehet weiter bis an die Gelenke, die Thiere liegen ſich an der Bruſt auf, alle Bänder ſchwellen, und der Brand tödtet ſie.

Heilunſg.

Im erſten Zeirraum: Reinigen des Fußes und Ein ſtreuen von blauem Vitriol, bey Bewahrung der Füße vor Naͤſſe und Koth; Beſchneidung der abnormen, durch die Entzündung wachſenden Klauen.

Im zweyten: Abſchneiden alles abgelöſten Hornes, al ler angefreſſenen Fleiſchfaſern, und Beſtreuen mit blauem Vitriol.

Im dritten: Ablöſung der trocknen Theile am Fuße ſelbſt, der Knochen, mit Schonung der Hautbedeckung; die Bruſt iſt mit Waſſer zu waſchen, und gegen Inſecten durch einen Anſtrich von brenzlichem Ohl zu ſichern..

Das Beſtreuen mit Vitriol kann auch nach Hrn. Staatsrath Thaer als Präſervativ⸗Mittel dienen.

Ferner iſt zweckmäßig befunden worden:

Man trockne die wunde Klaue mit einem leinenen Lappen aus, und waſche ſolche ſorgfältig durch drey Tage mit Holzeſſig. Oder:

W Kal eine Dig ter/ zur

nen

Gart Spie lauer brau⸗ ſolche delt.

ken F bund das

man pent unte

nicht

und

geſch lege