Teil eines Werkes 
Zweyter Theil, zweyte Abtheilung (1825)
Entstehung
Seite
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Saffran und Kampher werden erſt dann hineingegeben, wenn die Maſſe anfängt dick zu werden. Wenn ſolche dann erkaltet iſt, wird ſie ſo hart, wie Stein, von welcher man zum Gebrauche herunter ſchlägt, im Waſſer auflöſet, und die Klauen auswaͤſcht. Den geſunden Schafen gebe man bey dieſer Gelegenheit viel Wermuth, Enzian und Wachholderbeeren zur Lecke.

Von der bösartigen Klauenſeuche.

182. Dieſe höchſt gefährliche, anſteckende Krankheit äußert ſich anfänglich mit Entzündung der Klauen. Die Klauen, welche im ge ſunden Zuſtande enge zuſammen paſſen, entfernen ſich, und ſtehen weit geſpalten von einander ab. An der Klauenkrone bemerkt man eine erhöhte Wärme, und oft eine kleine Geſchwulſt, die inneren Klauenwände werden nun ſchuppig, feucht, und das Schaf hinkt. Die kleinen Entzündungen um und unter den Klauen gehen nun ſchnell in Eiterung, das Eiter ſchnell in Jauche über, ein bös artiges, fiſtelartiges Geſchwür ergreift mit einer Art Fäulung das Hornartige der Klauen, beſonders die Sohlen, entblößt fortſchrei tend den Fuß von ſeiner hornartigen Bekleidung bis auf das Fleiſch und die Knochen, trennt endlich die ganze Klaue vom Fuße, und greift ſelbſt den Knochen an. Hat das Übel einmahl Wurzel ge faßt, ſo bleiben ſelten die übrigen Schafe verſchont. Durch Be rührung der Fußſtapfen der kranken Thiere werden die geſunden unfehlbar angeſteckt. Hat das Übel bloß die Vorderfüße ergriffen, ſo gehen ſie auf den Knien. Werden endlich auch die hintern Füße ergriffen, ſo legen ſie ſich auf Bruſt und Bauch, und rutſchen ſo ihrem Futter entgegen.

Die Thiere magern ſichtbar ab, und Wolle und Lämmer gehen gewöhnlich beym Muttervieh verloren. Die Widder verlie⸗ ren den Begattungstrieb, und eine aashafte Ausdünſtung ver⸗ breitet ſich in den Ställen. Würmer kommen im Sommer hinzu; und ſind die verdorbenen Säfte einmahl ins Blut übertragen, oder wirft ſich die auf die Füße abgeſetzte Materie auf andere Theile, ſo ſterben die Thiere ohne Rettung. Wenn dieſe Krank⸗