Die Anwendung des Opiums iſt ſehr mannigfaltig, z. B. in allen Krankheiten, wo der thieriſche Körper ſehr reizbar und empfindlich iſt; nach ſchweren Verletzungen, Wunden, Knochenbrüchen und ſchmerzhaften Krankheiten, krampfhaften Zufällen, der Epilepſie, in Convulſionen, Koliken, Dysenterien, Blatternzufällen ꝛc.
Die Doſis des Opiums für ein Schaf läßt ſich nicht beſtim⸗ men; in vielen Fällen habe ich von einem halben Quentchen auf⸗ gelöſten Opiums ſehr gute Wirkungen wahrgenommen. Meiſtens dauert die Wirkung einer Doſis acht Stunden.
Die Pfeffermünze(Mentha piperita).
87. Hat einen ſtarken, durchdringenden Geruch, und einen kampherartigen, flüchtigen Geſchmack. Sie erhöht die Nerventhä⸗ tigkeit, wirkt krampfſtillend, erwaͤrmend und die Verdauung an⸗ ſpornend. Im Pulver gibt man einem Schafe auf einmahl* Loth, und zu einem Aufguſſe nimmt man 1 Loth davon.
Außerlich gebraucht man ſie zu krampfſtillenden Klyſtieren, zertheilenden und ſtärkenden Bähungen mit andern aromatiſchen Gewächſen.
Die Pottaſche.
88. Unter Waſſer vermiſcht, innerlich gebraucht, neutrali— ſirt ſie die bey einer ſchlechten Verdauung entwickelte Säure, und iſt deßhalb bey dünnem Miſte und Aufblähungen zu gebrauchen. Außerlich dient ſie als Reinigungsmittel der Haut und der Räude. Man gibt innerlich ꝓ⅞ bis ¾ Loth.
Die Queckenwurzeln
89. Sind zur Reinigung des Blutes, in Waſſer- und Gelb⸗ ſuchten, ſo wie auch bey Verſtopfungen der Eingeweide und Urin— beſchwerden, ſehr dienlich und heilſam, wenn ſie im Waſſer abge— kocht gebraucht werden.
Man kann ſie friſch oder getrocknet gebrauchen. Wenn ſie klein geſchnitten und getrocknet werden, ſo nimmt man auf 1 Maß oder 2 Pfd. Waſſer eine ſtarke Hand voll, läßt ein Drittel davon
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