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mosphäre der Sauerſtoff gemiſcht wird, welches bey dem Or⸗ ganiomus der Lunge deutlicher erklärt werden wird.
So lange das Futter ſich in dem Zwölffingerdarm be⸗ findet, bleibt es flüſſig; in dem Grimmdarm wird es aber ſchon breyartig, und nimmt hier den Geruch des Miſtes an.
An den Grimmdarm gränzt der ſogenannte dicke Darm; ſeine Länge bis zum Maſtdarm iſt gegen 7 Ellen. Seine Lage iſt äußerſt ſonderbar, weil er ſich ſchneckenartig auf⸗ und abwickelt. In dieſem Darm werden die letzten Rah⸗ rungsmittel aus dem Futter ausgezogen, und es bildet ſich ſchon zu den runden Miſtballen, welche hernach durch den After aus dem Körper geſchafft werden.
An dieſen dicken Darm hängt ſich der Maſtdarm, welcher die Länge einer halben Elle hat: hier ſammeln ſich die im dicken Darm gebildeten Miſtballen an, bis dieſelben, wenn der Darm davon angefüllt iſt, aus dem After geſtoßen werden.
Mit dem Nahrungsſtoff oder Milchſaft ſondern ſich auch die übrigen Flüſſigkeiten aus dem verdauten Futter durch die ſogenannten Milchgefäße, und werden mit dem Milch⸗ ſaft ebenfalls in das Blut geführt. Dieſe Flüſſigkeiten wer⸗ den durch die Uringefäße in den Nieren abgeſondert, und von hier gehen ſie in die Urinblaſe, und wenn dieſe da⸗ von angefüllt iſt, ſo werden dieſelben in Geſtalt des Urins durch den dazu beſtimmten Weg aus dem Körper geſchieden.
Den Hunger hält man für eine Wirkung der unbe⸗ ſchäftigten Magenwände, die ſich an einander reiben, und er iſt die ſtärkſte unter allen Empfindungen, indem er ſo— gar allen Ekel überwindet. Einige Thiere können länger hungern, als andere; aber um ſo weniger können ſie den Hunger aushalten, je ſtärker und kraftvoller ſie ſind; ältere Thiere können länger hungern, als junge. Die Empfindung


