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Über den Dünger, zugleich aber auch über das Unwesen dabey in Deutschland, besonders in der Haupt- und Residenzstadt München und ganz Baiern ... / von Hazzi. Vorgetr. i. d. öff. Vers. d. landwirthsch. Vereins in München. M. e. Beil. über die Hornviehstallungen d. kgl. würt. Versuchs-Lehranst. zu Hohenheim ... von ... Schwerz
Entstehung
Seite
113-114
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zum oberſten Boden iſt ein ſeiner ganzen Länge uach, wie ein Sieb, durchlöertes, oben und unten offenes Rohr a 2 Zoll im Durchmeſſer, von Zink- oder Ku- pferblech von 43 Linie Die angebracht*), durch wel- des diemit den fejten Excrementen durch den Trichter mit etivas über eine Linie großen Löchern in das Faß gefallenen Flüſſigkeiten durchſickern, in den untern Raum unter dem Boden k k, und aus dieſem durch eine zur Seite befindliche Oeffnung i und ein daran geſtecktes Rohr 11 von Kupfer- oder nach der Erſahrung noch beſſer von ZinkbleH, in das untere Faß BB ſich er- gießen. Uuf ditſe Weiſe wird das unten liegende Faß mit Urin und anderu durch den Ubtritt geſchütteten Flüſſigkeiten gefüllt, während die feſien Stoffe in dem vbern( ſtehenden) Faße ſich anhäufen; da aber die er- ſtern dem Bolumen nach immer weit mehr betragen, als die leßtern, ſo muß man für ein Kothfaß immer zwei Harnfäſſer in Bereitſchaft haben, daß, ſobald das eine voll iſt, auf der Stelle ein zweites leeres Faß vorgelegt werden kann, Eben ſo muß auch ein zwei- tes Kothfaß von gleicher Konſtruktion und Größe vor- banden ſeyn, um dasſelbe leer an die Stelle des ex- ſtern ſeßen zu können, ſobald dieſes ganz voll iſt**), was man durH Unklopfen von Uußen leicht erfenut. Ehe man aber das volle Kothfaß von ſeinem Geſtelle berabnimmt, wird zuerſt der kleine kupferne, oder noh beſſer zinkerne Trichter ef g aufgezogen, und die DOeff- kung iin Deckel des Faßes mit einer runden hölzernen Klappe, weiche an ihrem Rande, nach Urt eines Ventiles Fegelförmig abgedreht iſt, feſt verſchloſſen, wie Gig. 4 von oben anzeigt, Um dieſen Theil der Borrichtung noc< deutliher zu machen, iſ? der obere Theil eines Kothfaßes Fig. 5,, nac) einem größern Maßſtabe per- ſpektiviſch dargeſtellt. Man ſieht daſelbſt A A den obern Boden des Faßes; BC D die Oeffnung in dem- jelben; E F die weggehobene Klappe; a b eine auf leß- tere befeſtigte eiſerne Schließe oder Riegel. mm zwei im Boden des Faßes ſeſtgeſchraubte eiſerne Ringe oder Dehre; H die Oeffnung für das Seiherrohr.=-- Wenn nun das Faß verſchloſſen werden ſoll, ſo wird die Klappe auf die genau paſſende Oeffnung gelegt, der Haen des Riegels a durch das Ochr m, und das

*) Noch beſſer iſt es, wenn man zwei oder drei ſolche Röhren nebeneinander anbringt.

vi) Sieh hierüber unten die weitern Bemerkungen,

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ringförmige Ende b über das Oehr n geſteckt, ſodant der tleine beweglihe Schlußhaken h vorgeſchoben. Dieſe ſo verſchloſſenen Kothfäſſer, und die mit einem in die Oeffnung 1 geſchlagenen Spnnde geſperrten Harn:- fäßer werden dann durF die geöffnete Fallthüre M O aus der Grube unmittelbar auf einen Wagen oder Kar- ren geladen, an den Ort ihrer Beſtimmung abgeführt, dort ausgeleert, mit friſchem Wajſer ausgewaſc<hen, unp damit ſie dicht bleibeng, bis zu ihrem Wiedergebrauche im Waſſer gehalten, Das Uusbringen der vollen, und das Einbringen der leeren Fäßer geſchieht hier mittelſt eines einfaMen Flaſchenzuges, welcher an einem Über die Grube geſtellten Dreifuße angebracht iſt, und die ganze Operation wird durch einen oder zwei Urbeiter in 5 bis 0 Minuten vollendet, während welcher Zeit auch niht der geringſte üble Geruch ſim verbreitet, Denn der gewöhnliche Geſtank der Abtritte iſt eben durc die alsbaldige Sonderung des Urins von dem Kothe getödtet, welches eben die Vorkehrung mit die- ſen 2 Fäſſern bewirkt. Wo eine Treppe angebracht oder anzubringen iſt, können die Fäſſer auf dieſelbe Urt, wie bei den Kellern herauf- und hinabgewälzt werden. In jedem Falle muß aber die Grube tief genug, und von allen Seiten gut verſchloſſen ſeyn, damit zur Winters- zeit bei ſtrengem Froſte die Materien in den. Trichtern und Fäſſern nicht einfrieren. Um jedoch auch jede mögliche Unhäufung mephitiſcher Dünſte in der ge ſchloſſenen Grube zu vermeiden, wird an der Decke oder an dem Gewölbe derſeiben ein kleines Luftrohr in's Freie, noch beſſer in einem benachbarten Schorn- ſtein geleitet, Uebrigens iſt Ucht zu haben, daß alles genau in einander paßt, und alles von Uußen von deit Ubtrittsröhren in die Fäßer genau geſchloſſen iſt*). München im Junius 1823,

Weitere Bemerkungen dazu.

Die unterzeichneten Mitglieder des General- Co- mite des landwirthſchaftlichen Vereins haben ſelbſt als Ubgeordnete desſelben von dieſer ganzen Vorkehrung im Palais des Herrn Herzogs von Leuchtenberg Ein- ſimt genommen, ſind in das Gewölbe hbinabgeſtiegen,

) Dieß muß man auch beim Abnehmen und Ausführen der Fäſſer beoba>tein; und es iſt gut, das NAFLE führende Faß mit einer Matte zu bedesen.

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