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Über den Dünger, zugleich aber auch über das Unwesen dabey in Deutschland, besonders in der Haupt- und Residenzstadt München und ganz Baiern ... / von Hazzi. Vorgetr. i. d. öff. Vers. d. landwirthsch. Vereins in München. M. e. Beil. über die Hornviehstallungen d. kgl. würt. Versuchs-Lehranst. zu Hohenheim ... von ... Schwerz
Entstehung
Seite
13-14
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Heute== München den 3. Junius 1821 hielt Hery Staats-

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man die daraus gebildete Krume, oder obere ſchwärz- liche Rinde des rohen Bodens== die Dammerde oder Pflanzenerde, in der neuern Zeit den Uumus oder im Allgemeinen den Dünger. Zur näheren Bezeichnung

ſind auf allen Seiten Saftröhre verbunden, gus der Wurzel in jeden Punkt der Pflanze ſteigend, undder Rinde zu ſie) ausmändend, wodurc< zugleich das Licht auf die mächtigſte Weije in den Saft zu wirken vermag, um die organiſche Thätigkeit ſtets zu reigen, Nebenbei beſiben ſie nog eigene Einſauggefäße, die

mea EE e S 5; Rath von Hazzi in der öffentlihen Verſammlung des landwirthſchaftlichen Wereins in Baiern folgende Rede. Meine Herren! unferſ<ied man aber den ſchon während Jahrtauſen:- Da Niemand das Wort hier nimmk, ſo erlauben den dur verfaulte Thiere, Wälder und Pflanzen auf Sie mir, von dem Elemente== dem wahren Lebenss dem rohen Boden vorhandenen Dünger*) von demje- Prinzip der Landwirthſchaft zu ſprechen, und zwar: nigen, den jährlich Menſchenhände zur neuen Kraft rth:Von dem Dünger, zugleich aber auch der Erde darauf hinbringen, Erſtern nennt man nun LE über das Unweſen dabei in Deutſc<h- die Dammerde, oder Humus, den andern im eigent: elt, fand, beſonders in der Haupt- und Re- li<en Sinne den Dünger, dert ſidenzſtadt München und ganz Baiern. Die Landwirthſchaft, den einzigen Zwe verfol- ſinde Sa wohl, meine Herren! Der Dünger== noch gend, Pflanzen und dadurch Früchte hervorzubringen, 'oßer Dier zu Lande ſo wenig begriffen, ſo wenig gewürdigt, muß natürlih das Hauptaugenmerk? auf den Dünger, kſam iſt das Element, das wahre Lebensprinzip der ganzen als das Fundament, die Luelle von Ullem, richten. ten Landwirthſchaft.== Mit Recht ſagt das Sprichwort, Sie ſieht ſich alſo gezwungen, raſtlos alle Ubfälle und ; nur den Düngerhaufen darfjt du bei einem Uerhofe Moder aus dem Thier- und Pflanzenreiche zu erlan- get: ſchauen, und du kennſt dadurc< bis ins Innerſte deinen gen und zu ſammeln. Denn, wenn die Pflanzen nur ben UFersmann, kennſt ſHon daraus allein ſeinen Vieh- in ſolM einem Bette Entwicklung, alſo Leben und füh: Stand, ſeine Felder und Wieſen, ſeinen Verſtand, ſei- Wachsthum finden**), ſo ſpringt von ſelbſt in die | leiß, Furz ſeine ganze irt M ETG DEES: den ed irgn sf gauze Wirthſchaſt, Wohlſtand*) Die Güte und Maſſe dieſer Dammerde ſiad alſo verſchie: utt oder Urmuth. den, jenachdem die Dammerde von verſchiedenen thieri» , Auf drei Standpunkte wollen wir uns alſo ſtellen, ſchen und vegetabiliſ&en Körpern herrührt, und na< der 44- Menge, als ſol<he Faulungen auf dem Boden vor ſich um zu ſehen? gingen, oder dahin geſchwemmt wurden. Jn einzel» ucht. 2) wie der Dünger bereits in andern Ländern ge- nen, freilich ſehr ſelteneu Gegenden, iſt dieſe Maſſe aten würdigt iſt ſo groß, oder die Dammerde ſo gut und tief, daß / 4 3 7: mehrere Jahre eine weitere Düngung gar nicht nöthig ſagt) 2) Wie und warum er in Deutſchland, und beſon- iſt, z- B. in Bgiern im ſogengunten Dunfelboden 2c. rung ders hier zu Lande, ſo ſehr vernachläßiget fich 2") Die Pflanzen haben einen Körper, das iſt einen Or- Jar ſinvet, und ganismus wie 197 We-- mit Je Hauptunter» WJAt;: E 2 47 NE ſchiede, daß ſie mit den Füßen oder Wurzeln in der ie 5) wie er alſo, um ſeine wohlthätigſten Wirkungen Erde ſtehen, aber nur in der fruchtbaren Erde-- in In auch über Deutſchlands, über Baierns Fluren ver Pflanzenerde= im Humus jtehen können, und dioſ,;.. eben dadur<; den Hauptentwickiungs= und Erngh- diele 81(0exdr eiten; beachtet, wie behandelt werden rungs- Prozeß vollführeu. Auch ihr Wachsthum ſtrebt kein müſſe, wie der der Thiere gerade dem Licht der Sonne hinan, jähr: 7 wozu ſie den Thieren gleiche Geſäße oder organiſche Jann. Werkzeuge au ſich tragen, die ihr Leben, die Thä- wer Dünger== was verſteht man wohl darunter? tigfeit erhalten. So kömmt das harte Solea wede : 4.< AUT mit den Knochen der Thiere überein, und ſo auch ihr Untwort== die NA WIPETe Erde, oder Ernöhrbarkeit Zellgewebe gänzlich mit dem der Thiere. Jn dieſer der Pflanzen.--- Der reine, rohe Boden, als Kieſel== Subſcanz, anter der äußern Rinde liegend, ME l 01 i Ihigfeit nicht,== Verdauung vor ſic, nict minder wie bei den Thie- y die Kalk und Thonerde beſißt dieſe Fähigkeit nicht Nur HEES Ausdünſiung. Aber dieſe geſchieht nicht wie ) N der Ubfall und Moder aus dem Thier- und Pflanzen- bei leßtern auf unreine Weiſe, ſondern duftend von zig Reiche begreift in fiß dieſe Eigenſchaft» Daher heißt Oelen und feinerer Luft. Mit dieſem Zeügewebe