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Über den Dünger, zugleich aber auch über das Unwesen dabey in Deutschland, besonders in der Haupt- und Residenzstadt München und ganz Baiern ... / von Hazzi. Vorgetr. i. d. öff. Vers. d. landwirthsch. Vereins in München. M. e. Beil. über die Hornviehstallungen d. kgl. würt. Versuchs-Lehranst. zu Hohenheim ... von ... Schwerz
Entstehung
Seite
105-106
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Der Schafſtall des Freiheren von Ruffin zu Weyern im Jſat- Kreiſe== als Muſter für veredelte Schafzucht und Stallfütterung der Schafe

mit den nöthigen Erläuterungen. (Sammt der Steinzeichnung Nr, 11.)

Die anliegende Zeichnung ſtellt ein getreues Bild des fraglichen Skafjtalles dar, wozu wir hier folgende Er- läuterungen geben. Das Gebäude ijt aus gebrannten Mauerziegeln, einen Stein ſtark, errichtet; der Boden iſt natürlicher Grund(Lehm), und die Dee iſt ge- tüncht; der ganze Stall von innen und außen reinlich verpußt und geweißt-. Das Bohlendach iſt mit Bret- tern eingeſ<haalt, uud mit Scharrſchindeln gedeckt, Der Dachboden=- ein ſogenannter überluckter Boden,== welcher zum Futter dient, iſt gedielt, und hat rings- Ferum, des Luftzuges wegen, gleich unmittelbar über deim Gebälke, Oeffnungen, die mit beveglichen Latten- gittern verſehen ſind, und die auch nach Gautſinden durch vorgeſebte Bretter geſchloſſen werden können. Das Gebälke ruht, auſſer auf den Umfaſſungs8wänden, auf zwei Durchzügen, von acht hölzernen Säulen auf ſteinernen Sockeln ſtehend, getragen. Die Stallfen- ſter oder Oeffnungen, mit Eiſen vergittert, find ſo hod) angebraM, daß der Luftzug über die Schafe hinweg ſtreigen kann. Sie ſind im Sommer gewöhnlich of- fen, können aber durch äußere Laden, die unten oder oben an Bändern hängen, und zum Uuf- und Zutzie- ben gerichtet ſind, geſchloſſen werden, Im Winter werden in dieſe Deffnungen Glasfenſter eingeſept, Die runden Luſtlöher über den Fenſtern, nahe an der Dee, ſind das ganze Jahr hindurch oſfen, Die bei- den Thore des Stalles öffnen ih mit ihren zwei Flü- geln nach Uuſfen. Um hintern Thore, das gewöhnlich voſſen iſt, befindet ſich ein hölzerner Gatter, der mite- teis eines Gewichts an einem Seil anfgezogen und nie- dergelaſſen werden kann. Ueber dem vordern Thore iſt eine hinlänglich geräumige, durch Laden verſchließ- bare Oeffnung im Dache zum Futtereinbringen ange- bracht. Damit der Futterwagen dem Dachboden nahe genug zu ſtehen kommt, ſo wird er auf- eine bewegliche, einige Fuß hohe hölzerne Brücke, die vor dem Thore auſgejtellt iſt, geführt, Die Durchfahrt, welche zu-

gleich als Raum zur Scafſchur dient, iſt zu beide Seiten mit Horden eingefaßt, und theilt den Stall in 2 Theile, wovon der eine größere den Mutterſchafen, der andere abgeſöndert den Stöhren gehört. Kleinere Ubtheilungen für Lämmer, kranke Safe tc. können, vermittelſt Horden, nach Belieben gemacht werden, Die beiden Futterkäjten mit den erforderlichen Thüren, ſind aus Brettern zuſammengeſeßt. In einem derſelben be- findet ſich eine Leiter zum Dachboden,( Eine ſchmale Treppe, oben mit einer Fallthüre, würde bequenter ſeyn). Die Tritte vor den Futterkäſten ſind deßwegen, weil der Miſt immer höher im Stalle wird. Die Doppelbarn und die Wandgeſchirre ſind fo eingerichtet, daß die Fütterung mit. der möglichſten Reinlichkeit Statt finden kann, Ueber dem Doppelbarn innerhalb der beiden Raufen, die zur Hälfte mit Brettern vcr- deckt ſind, iſt ein Sattel aus leichten Dielen, und im Wandgeſchirr hinter der Raufe ein ſchief geſtelltes Brett angebracht, worauf das Futter zu liegen kommt. In der Zeit, in welcher die Barn mit Futter angefüllt werden, ſind die Schafe nicht im Stalle. Eben ſo bei der Stroh- Einſireuung. im Herbſt und Frühjahr, gemiſtet wird, ſo erhöht ſich der Miſt auf wenigſtens 13 Fuß, und es müſſen deime- nach die Barn beweglich ſeyn. Die Doppelbarn kön- nen nämlich durch untergeſchobene Hölzer immer ſo hoch geſtellt werden, als die Miſihöhe vorſchreibt. Die Wanvgeſchirre oder Wandbarn, ſind in Pfoſten einge- richtet, welche Ste>riegel haben, die nach Gutſinden hößer geſteckt werden können, und wodurch ſich der aus Brettern konſtruirke Barn auf die erforderliche Höhe bringen läßt, Oben ſind die Barn und Raufen, oder die Futterräume, mit Deckeln verſehen, die an eiſernen Bändern an den Raufenſtangen gehangen find, und ſich leicht auf- und zumachen laſſen. Die Deckel auf dem Wandgeſchirr können entweder durch Handha- ben ganz abgenommen werden, oder ſie ſind ebenfalls

Da jährlih nur zweimal,-