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Hieher gehört der Einwurf der Unſauberkeit, Da- gegen dient, daß in Holland, wo unqufhörlic gewa: ſchen, gepußt, geſcheuert, der Gang mit Sand geſtreut, um jeder Flade, wie er fällt, zum Stall hinausge- ſchafft wird, mit einem Worte, wo in den Ställen, wie in den Häuſern, äc<t holländiſche Reinlichkeit beob- achtet wird, ſehr oft Viehſeuchen Statt haben, wovon das auf einem Miſt kampirende Vieh in dem angrän- zenden Brabant nichts weiß,
Der zweite Einwurf betrifft den Gerum. Der Miſt riecht aber nur, wenn er gerührt wird, daber er in jedem andern Stalle, wo der Miſt täglich ausge- ſchafft wird, wenigſtens eben ſo ſtark riecht, als in einem Stalle naM Brabanter Urt. Uebrigens darf zvohl der Geruch des Hornviehmiſtes keine landwirtb- ſchaftliche Naſe beleidigen, lugri bonus odor ex re qualibet, Dod möchten wir Lekteres nicht ſo allge- mein annehmen,
Der dritte Einwurf der des häßlichen Unblicks, fann wohl nicht im Ernſte gemeint ſeyn. Uuf dem Lande iſt wohl Ulles ſchön, was zwec>mäßig iſt, und dann können wir ſagen, daß ſolches in Hohenheim bisher noch niemand auffiel, Je mehr Miſt im Lager, um ſo ſchöner ſieht's aus.
Der vierte Einwurf, daß geräumigere und höhere Ställe dazu erfordert werden, als gewohnlich, iſk wahr. Der dazu erforderliche größere Raum zahlt ſiH aber ſehr gut, Wir“ kennen einfache Bauern im Herzogthum Geldern, die ihre Ställe bloß deßbhalb dur<4 Unbauen verlängert haben, um den Miſt darin beberbergen zu Fönnen,
Was es ſonſt no< für Einwürfe gegen ein ſo beilſames und zweckmäßiges Verfahren geben mag, iſt uns unbekannt, es ſey denn der, welchen uns ein. Bauer im vorigen Jahre machte, daß es wohl im Winter kalt in einem ſol<en Stalle ſeyn müſſe(nicht, wie wir uns dachten, der Größe und Höhe wegen, ſondern) weil der Miſt vom Hornvieh ein kalter Dün- ger ſey.=- Was ſagt man doch nicht Alles, wenn Rian eine Sache nicht will!!
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Wir ſchließen dieſen Miſt- und Ställe- Vortrag mit der Verſiherung, daß der Stalldünger nach der angeführten Brabantiſ<en Urt von einer, und die Gülle naM Schweißer Urt von der andern Seite im Stande ſind, einer Wirthſchaſt den ſtärkſten Uusſchlag zu geben, auf welchen ein Landwieth Unſpruch machen
darf; und da dieſe Verbeſſerung ſo weſentli zuv Ver-
mehrung des Wohlſtandes des Landwirths beiträgt,
ſo glauben wir auch hoffen zu dürfen, daß ſolche be-
ſonders vielfaMe Anwendung erhalten, und zugleich
dort die erforderlihen Mittel liefern werde, wo die
Verſchönerung der Dörfer und des platten Landes, be-
reits trefflich angeregt, gehörigen Fortgang erhalten ſoll. IT aeht: 0%
In einem am<. Juni d, TJ, von Hrn, Direktor Sh<hwerz an den Baurath Vorherr erlaſſenen ScHreiben findet ſich folgende Stelle: wodurch zugleich bervorgeht, wie jeder andere Stall ſogleich für die Gülle einzuri<ten iſt.„Indem ich Heute eben Ihr werthes Schreiben erhalten habe, langte ein Bauver- ſtändiger hier an, den die königl. Regierung des Schwarzwald-Kreiſes deputirt hat, um den Plan des bieſigen Gülle- Stalles aufzunehmen, um den zu Folge einen ganz ähnlichen auf einer Landes- Domaine anzu?“ legen, oder vielmehr in einem ſchon angelegten Ge- bäude einzuric<ten, Der Plan dieſes Gebäudes, wo- mit der Urchitekt verſehen war, iſt der Urt, daß ich ihn no<% vorzügliber, als den unſers Stalles achte, ſo daß iM bedauern muß, daß unſere Lokalität nicht ein gleiches erlaubt, Der Futtergang befindet ſich in der Mitte zwiſchen einer doppelten Viehreibe, wodurch alſo der Raum eines Futterganges erſpart wird. Das Futter befindet ſim in der Höhe, wohin es durch eine infahrt gebracht, und dann von oben berabgeworfen wird. Uuf meinen Borſhlag bliebe alſo da nichts zu verändern, als die Raufen wegzuſchaffen, den Futter- gang zu erhöhen, die Kühe unmittelbar von denſelben freſſen zu. laſſen, und endlich die Kuhgraben nebſt den Behälter anzubringen, welches nun geſchehen wird,


