Druckschrift 
Über den Dünger, zugleich aber auch über das Unwesen dabey in Deutschland, besonders in der Haupt- und Residenzstadt München und ganz Baiern ... / von Hazzi. Vorgetr. i. d. öff. Vers. d. landwirthsch. Vereins in München. M. e. Beil. über die Hornviehstallungen d. kgl. würt. Versuchs-Lehranst. zu Hohenheim ... von ... Schwerz
Entstehung
Seite
99-100
Einzelbild herunterladen

-">>>SSShmiliee---> Eee

mala 4 9 A M6 | V Dünger-Kapitals bei der Gülle in ſchnellecer Zeit vor fen, und nachher ein wenig datin. vertheilt, IF man y '; 1"1 ſich gebt, als bei jeder andern Düngerart. Ein Um: zureihend mit Stroh verſehen, ſo läßt ſich vortheilhaf: 1% '(7 ſtand, der nicht genug beherzigt werden kann. 5) Daß ter die Streu täglich wegbringen, wodurch das Dop: r auf Wieſen und Klee die Gülle die einzig wahre Dün- pelte-an Dünger gemacht werden kann, ohne daß die: gerart iſt, wobei nichts vergeudet wird, und der Waſ- ſer bei der vorliegenden Stalleinrichtung viel an Lua: v!; ſerzuſaß ſchon als Waſſer niht ohne Nuten iſt; lität, verliert. Der Dünger bei unſerer ziemlich kärg: ||| außerdem, daß durch dieſen Leiter die Nahrungstheile= lichen Einſtreuung in Hohenheim, iſt gewiſſer Maßen 'Y ſogleich den Wurzeln zugeführt werden. 6) Daß die mnur zu ſpeckig. SuM 5 Gülle vor der Jauche den Vorzug habe; da dieſe- be- 4) Die hölzerne Rinne zwiſchen dem Biehb- 4'9: 3 kanntlich nur auf ein Jahr, jene aber nuſerer'Meinung ſtand und'dem Futtergang, in welche das Waſſer zum R| Z; nach durch ihre mehr feſten Beſtandtheile auf mehr al3 Tränken durch einen Hahn gelaſſen wird, dient auch

ein.Jahr wirk. 7) Daß Diejenigen, die ihre Uecker und Wieſen in der Nähe der Wirthſchaftsgebäude ha- ben, fich nicht einen Uugenblick bedenken ſollten, zur Güllefabrifation überzugehen, daß dieſelbe aber bei ent- ſernten Beſißungen, des ſchweren und langwierigen Transports wegen, unſerer(Erfahrung nach, weniger räthlich iſt. Be Brabanter Stall

Die Hauptmaßen laſſen ſiH im Grundriß und Pro- fil abnehmen, Die Uimfaſſungswände dieſes Stalles 8.5 find, ſo wie die des Gülleſtalles, von Brockenſteinen | aufgeführt und verpußt, Nur die nördliche Wand des Brabanter Stalles und die ſüdliche des Futtermagazins ſind von Fachwer? mit Backſteinen ausgemquert.

als Futtertrog, und hat einen Uusfluß zur Ubleitung der überflüſſigen Tränke, Die Waſſerleitungsrohre iſt punktirt im Riß augedeutet,

5) Die in Stein flach gehanene Rinne, in welche der Harn fließt, hat ihren Erguß in einen Jau-| IHefaſten; man hält den Harn auch ſtellenweis in der Rinne an, und ſpreitet ihn mit einer eiſernen Schau- ſel über das Miſtlager, welches bei ſtarker Einſtreuung oder bei tro>nem Futter täglich geſchehen muß. Um der Flüſſigkeit zu dieſer Vorrichtung genug zu haben, läßt man gleichzeitig etwas Waſſer mit in die Rinne laufen.

6) Der Bang, der von dem Viehſtand beravb nach dem Miſilager führt, dient zugleich den Kühen,

Die StalldeXe vom Fußboden des Viehſtandes 21 Fuß entfernt, iſt mit Brettern zugeſchlagen, und hat zwei Zuglöcher zum Ubführen des Dunſtes, Der Dach- boden über der Decke wird, um das Gebäude nicht zu belaſten, niht benüßt.

1) Der Futtergang, mitPlatten belegt, 6 Fuß breit bis zur Krippe.

2) Der Biehſtand niedriger als der Futtergang,

liege nur: um einen Fuß Die Urſache davon ijk, weil bei einer ſtarken Vertiefung die Kühe eine längere Unkettung erfordern, oder ſim ſonſt nicht niederlegen könnten, Die Verlängerung der Unkettung würde aber die Nachtheile haben, daß die Kühe einander beunrubhi- get, und zu weit hinaustreten würden. Derr gepfla- ſterte Stand hat einen ſanſten Hang zum Ubfluß des Harns,.

3) Die Miſtgrube, mit gepflaſterter ebener

wenn ſie zugelaſſen werden ſollen, daher auch der Bulle zunächſt ſeinen Stand dabei hat. Uußer dem gedach- ten Zulaſſen kommen die Kühe nicht von der Stelle,

7) Der Jauhebehälter iſt von Holz, und in die Erde eingegraben. Die hier angebrachte Kannel oder Rinne von ſtarkem Eiſenbleh, um beim UAusichö- pfen der Jauche leztere nach Uunßen zu bringen, iiegt ſo hom, daß der Jauchekarrn darunter geſchoben wer- den kann.

8) Vei den Ein- und Ausfahrten der Miſt- grube für ein zweirädriges Fuhrwerk hat man wohl zu achten,. daß an dem Orte der Ausfahrt der Boden ſich ſo ſanſt als möglich erhebe, ohne welc<es das Uu3- führen des Miſtes für ein Pferd zu ſchwer werden dürfte.(E8 iſt durchaus nicht nothig, daß die Schwel- len der Thore ſo hoch zu liegen kommen, als der Miſt ſelbſt.

Wenn die Schwellen ſich nur um einen Fuß Sohle, die ſich nur nach der Uus- und Einfahrt zu ein wenig erhebt. Der Miſt wird dreimal in der Wo- Pe unter dem Vieh weggezogen, in die Grube gewor-

über die Sohle der Miſiſtätte erheben, ſo reicht es zu. hauptſähliHh zum Un- die bier

09) Die Futterſchupfe, fahren des Klees oder ſonſtigen Grünfſutters,