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Ueber die Hornviehſtallungen der königlich würtembergiſchen Ver-
ſuc<s- und
Lehr- Anſtalt zu Hohenheim,
nebſt einigen Notizen über die
Dungerbereitungsart daſelbſt. Mitgetheilt durch Herrn Director v, Schwerz, (Mit der Steinzeichnung Nr. 1.)
Die Hornviebſtälle zu Hohenheim, naD Braban- ter und Schweizer Urt, ſind nicht als ſolche ge- baut worden, fondern der Brabanter Stall war früher Orangertehaus, und der Gülieſtall ein berzog- lier Pferdeſtall, daher ihre beträchtliche Höhe, die, obſhon dur< die Erfahrung für den gegettvärtigen Zweck paſſend befunden, durchaus nicht als geſehen werden darf.
Norm an- Eben ſo wenig können dieſe Ge- bäude als Muſier eines reinen architeftoniichen Styles gelten. Indeſſen dürfte ein geſhi>ter Urchitekt durch die anliegenden Zeichnungen vollfommen in den Stand geſeßt werden, nach ihnen etwas Vorzügliches für die- was wir ſehr wünſchen, da Stallungen,
ſen Zwe zu entwerfen, gut angelegte Mijtbereitung,
beſonders in Bezug auf von hohem Intereſſe ſind, denn ohne Miſt iſt fein U>erbau; ohne guten und reichlicgen Miſt von ſelbſt kein guter Uckerbau. Untergepflügte grüne Begetabilien ſind nur aushelfende Surrogate,(Nicht entgegenſiehend der Meinung des Hrn, Pr. Giobert zu' Turin.) Vielen und guten Miſt mit den verhälts nißmäßig geringſten Koſten zu erzeugen, darin beſteht die große Kunſt des Landwirthes, Die LHuantitäc des Miſtes wird durch die Luantität des Futters und des Streumaterials beſtimmt. Die Qualität des Miſtes hängt von der Qualität des Futters, rials, von dem Zuſtande der Thiere und von der Miſtbehandlung ſelbſt ab. Die Vollendung als ger erhält der Miſt entweder im Miſtihofe, oder auf dem Felde. Man unterſ<heidet ge? wöhnlich zwiſchen feſtem und flüſſigem Dünger, und zählt zu jenem die Auswürfe des Darmkanals in der Streu aufgefangen, zu dieſem den Harn der Thiere. In der Regel faßt jedo< die Streu nicht allein die Uuswürfe, ſondern auch den Harn auf, Beide bilden dann durch die Verbindung vermittelſt der Streu den feſten Dünger.
g! ſt
des Streumate-
Düne
Stalle, auf dem
Der Ueberfluß an Feuchtigkeit, den
die Streu nicht aufzunehmen vermag, kommt unter den
Namen: Jauche, Pfuhl, iſtwaſſer, flüſ- ſiger Dünger vor.
Nuch die Gülle, ob ſie ſhon nicht bloß aus dem Harn, ſondern zugleic) auch aus den feſten Unswürfen Streu, beſteht, gehört zum flüſſigen Dünger, hauptſächlid deßwegen, weil ſie durch eine ſtarke Zugabe von Waſſer verdünnt wird.
Dieſes Verdünnen mit Waſſer hat gleichzeitig mit dem Uuswerfen der Thiere, alſo in dem Stalle ſelbſt, Statt. Die daraus cutſtandene Miſchung geht durch die Gährung, der ſie in den Güllefaſten unterworfen wahrſcheinlich ganz andere
MiſilaTe, M
ver Thiere, mit Weglaſſung der
wird, Verbindungen ein, und bildet eine ganz andere Subſtauz, als wenn das Waſſer erſt bei'm Uusfahren den Excrementen zuge ſet worden-wäre. Mehreres
weit von dem vörgeſeßten Zwecke einer
bierüber zu ſagen, würde zu
Beſchreibung der Hohenheimer Ställe abführen. Wir gehen da- her zur Erläuterung der Ubriſſe dieſer Stäiſe über, bei welcher ſid noM; Manches über die Miſt- und Güllbs- reitung, ſo wie ſie zu Hohenheim Statt hat, wird anbringen laſſen, Wir unterſcheiden zwiſchen dem Gülle- Stalle, wo der flüſſige Dünger, vnd dem Brabanter Stalle, wo der feſte Dünger den Hauptgegenſtand der WE ausmac<ht. Daß aus dem Gäüllejtalle auch feſter Dünger( Strohmiſt), ſo banter Stalle auch flüſſiger Dünger( Jauche) hervor- gehe, wird ſich zeigen. A. Gültetratl
Die Hauptmaßen laſſen ſich im Grundriß und Pro- fil abnehmen. Die 5.48 0 Stalles iſt nur zur Hälfte zum Güllemachen eingerichtet, von weicher Hälfte alſo hier nur die Sprache ſeyn kann,
1) Futtergänge. Ihre Breite 8 Fuß bis zur Krippe, vom Lokale, hauptſächli) von den hier befiwd- lichen Pfeilern vorgeſchrieben, ſchien im Unfange etwas beträchtlih, aber der Erfolg hat ihre Zweckmäßigkeit bewieſen» Dieſe Futtergänge ſind gepflaſtert, Schöner
wie aus dem. Bra-


