Druckschrift 
Über den Dünger, zugleich aber auch über das Unwesen dabey in Deutschland, besonders in der Haupt- und Residenzstadt München und ganz Baiern ... / von Hazzi. Vorgetr. i. d. öff. Vers. d. landwirthsch. Vereins in München. M. e. Beil. über die Hornviehstallungen d. kgl. würt. Versuchs-Lehranst. zu Hohenheim ... von ... Schwerz
Entstehung
Seite
81-82
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N. In Unſezunz der bisherigen Schwind- oder Verſißgruben finde eine Ubänderung Plaß: denn ſie find es, welche bisher die Brunnenquellen verdarben, und ein Hauptdüngermaterial verlieren machen. Statt den Schwind- und Verſitgruben ſtellt jeder Hauseigen- thümer die bemerkten wajſerdihten Behälter für den Urin, alles Spülig aus Küchen, Werkſtätten her tc. Gehörig geſchloſſen hindern mehrere ſolche Behälter im Hofe in Nichts. Und ſind ſie einmal eingeführt, und die Vortheile dieſes flüſſigen Düngers bekannt, ſv wer- den Landwirthe und Gärtner darum ſich drängen, um die Wieſen, Felder, Gärten damit Winters- und Som:- merSzeit zu übergießen. Wie ſchon geſagt, mit etwas Kalk verliert ſich jeder Geruch. Doch muß das Regen- waſſer davon abgehalten, und ſolches allein nach den Kandeln geleitet werden. Es verſteht ſim, daß dieſe Einrichtungen nur als Regeln gelten, und nur nah und nach zu bezwecken ſind» Dieſes alles gewinnt nun eine ganz andere Geſtalt=- durF die Beilage Nr. Z«

Oeffnungen in die leßtere weit und bequem genug vorgerichtet ſey. b) Was die Schläu<e betrifſt, welche aus den Etagen heruntergehen, ſo müſſen ſels be einen Schuh im Durchmeſſer, und in einer gez raden Nichtung angebracht werden. 31) Parallel mit denſelben muß ein Luftrohr bis auf die Höhe der Kamine zur Abfährung der unreinen Luſt hinauf g?2- hen. k) Alle dieſe Verbeſſerungen ſollen nicht vur bei den neven Priveten, ſondern auch bei den Re- parationen der alten angebracht werden. 1) Zwiſchen einem Abtritt und Brunnen muß nebſt den zu einein Abtritt gehörigen und oben bemertten Vorkehrungen eine Mauer von wenigſiens 33 Stein beſtehen.So weit der Entwurf. Dazu kömmt noch, daß in der neueſten Zeit Hauseigenthümer anderer Länder einige zweä>mäßige bewegliche Abtritte anbrachten, Es wurde nämlich) in die Abtrittsgrube ein waſſerdic<ter Karren geſeßbt, wohin die Schläuche allen Koth ab- werfen, und auch das Gaſſenkehricht und Kalt von Zeit zu Zeit aufgeſchüttet wird. Iſt der Karren voll, ſo wird er auf die Felder geführt. Wieder andere haben ia der Grube eine bewegliche Wanne vvn Eichenholz angebracht, welche, wenn voll=- ge hoben und ausgefährt wird. Derlet Anrichtungen von beweglichen Abtritten wären wohl in jeder Hin- ſicht vortheilhaft. Doch müßten nebenbei alle obige Vorſchriften zur Befolgung kommen, auch die we- gen der Düngergährung- Dazu könnte man neben den Feldern eigene Gruben herrichten, wie es auch in vielen Ländern geſchieht.

Do, wie ſchon oben bemerkt, dieſe Anordnungen für die Abtrittsgruben außer dem Luftzuge, oder Dampffamine ſind nicht mehr nothwendig, wenn die in der Beilage 3, beſchriebenen beweglihen und ges ruhloſen Abtritte allgemein eingeführt wetden,

O. Endlich hat dir Polizei auch uoH zu wachen, daß nur mit vein von allen Seiten geſchloſſenen und waſſerdichten Wägen ſowohl der harte als flüſſige Dün- ger, beſonders der Koth der Ubtritte, Kanäle tc,, auch Futterarten, 3- B. Träber aus der Stadt grführt, und davon nicht wie bisher die Gaſſen werden.

So haben wir nun alle nöthigen Vorſchriften für München dießfalls gehört, und es zeigt ſim, daß das Meiſte davon auf alle Städte, Flecken und Dörfer paßt. Daher muß

2) die nämliche Polizeiverpflichtung ſich darauf wie dieſes von ſelbſt aus der Natur der Sache fließt. Nur. Mangel der Polizei und Mißkennt- niß ihrer Sphäre tragen die Schuld, daß es bisher nicht geſhah.«. Es haben ſohin alle obigen Punkte ohne Ausnahme bei alu Städten und Flecken, wo Men- ſchen gedrängt zuſammew wohnen, gleiche Unwendung, Eben ſo:

3) Bei den Dörfern, jedoy.unter folgenden Uvs änderungen und Zuſäßen«

a) Schon im voraus muß derjenige. bedenken, dem da die Polizeiaufſicht übertragen iſt, daß rx hiers über nicht bloß der Dorfsgemeinde, ſondern als böffen« licher Beamter ſelbſt dem Staake verantwortlich iſt, ſohin ihm gleich ſirenge Pflichterfüllung, wie den Po- lizeidireftionen in großen Städten obliegt, und bei Ge- brechen feine nachbarliche Nachſi<mt Platz greiſen darf, als dem Dorfe, wie dem Staate gleich nachtheilig.

b) In der Regel gelten alle obige Punkte auch bei jedem Dorfe als Vorſchrift.

c) Es muß daher auch der Plaz und Untheil am Dorfwege vor dem Hauſe von dem HausSeigenthümer täglich gefehrt, und der Kehricht in die Ubtrittsgruve gebrac<t werden,

d) Es kann die Polizeigewalt zwar nicht in die innere Reinlichkeit des Hauſes ſich miſchen, doh for- dern, daß der Hof, als dem öffentlichen Unblick ausge- ſtellt, tägli möglichſt rein erhalten, ſohin da alles zuſammengeräumt werde, welches von ſeibit auf die Ordnung der Düngerſtätte die beſte Wirkung macht.

e) Nickt ferner iſt zu geſtatken, daß man die Ubtritte -- ſogenannte Häuſeln== zur allgemeinen Unſicht und Schandein den Hof oder neben dem Hauſe ſiellt, Es müſ- ſen dabei die obigen Vorkehrungen eintreten, und dex

G

verunreinigt

ausdehnen,