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Über den Dünger, zugleich aber auch über das Unwesen dabey in Deutschland, besonders in der Haupt- und Residenzstadt München und ganz Baiern ... / von Hazzi. Vorgetr. i. d. öff. Vers. d. landwirthsch. Vereins in München. M. e. Beil. über die Hornviehstallungen d. kgl. würt. Versuchs-Lehranst. zu Hohenheim ... von ... Schwerz
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dient auc die Salzaſhe für jede Feld- und Garten- fru<t, Sie bringt auf Weißen-, Roggen-, Haber-,

Pfannenſtein, ebenfalls ein Produkt der Salzwerke, wird klein zerſtoſſen, und wie das Salz behandelt. So

Dieß wären alſo Vortheile von ungemeinem Werth. Es wird zugleich vorgeſchrieben, das Salz, oder un» mittelbar, nachdem der Getreid= oder Gattenſame mit Erde bede>kt iſt, darüber auszuſtreuen, oder mit Salzwaſſer zu begießen, ſo anch die Erde um die Bäume und Neben, oder endlich das Salz in einer Miſchung von Ruß, Aſche oder Dammerde guszuſtreuen. Aber nie darf ſolches mehr geſchehen, wenn die Pflanzen einmal über der Erde ſich ſehen laſſen. Baiern-- eines der reichſten Länder am Salze, aum mit ſo bedeutenden Salzfabriken verſe? hen, was fönnte es daraus für ungemein großen Nußen für die Viehzucht als Futtergemenge, und dann als Düngermittel für die Fluren und Gärten ziehen, während jeßt ſo wenig geſchieht! Ja auf eine unverzeihliche Weiſe bei den Salzfabriken ſo vieles Salzſohlenwaſſer, und derlei Spülige ohne alle Beachtung bleiben, verſinfen, oder davon[laus fen, auch die Bäche, Flüſſe und Quellen verderben!! Sowohl hier als in andern Ländern ſchreibt man dem Staatsmonopol und der Salzregie=- die trau2 rige Urſache zu, daß die Salzpreiſe ſo hoh ſtehen, ſo viel bet den Salinen außer Acht bleibt, und alſo Salz kaum noMm im Gebrauche der Landwirthſchaft erſcheint. Ein verſtändiger Landwirth in Baiern hat mit beßtem Erfolge bereits Salz als Dünger ange- wandt, und ſchlägt vor, um Felder, Wieſen und Gärten in üppigſten Zuſtande zu verſeßen, auf dieſe Weiſe zu verfahren:Man brauc<t, um dieſen Zwe> zu erreichen, keineswegs das ſchon fabrizirte, und als Kaufmanusgut bereit liegende Kochſalz, ſon2 dern lediglich die Salzſohle, oder in Ermauglung derſelben, gemeines Brunn- oder Flußwaſſer, oder Statt leßterem noch beſſer, in einem Behälter zu- ſammengelaufenes Negenwaſſer, nebſt dem Pfannen- ſiein oder auch dem Steinſalz. Man löſe demnach in einer von den vorigen drei Flüſſigkeiten kalt ſo viel vom Pfannenſtein oder Steinſalz auf, bis ſie das davon hineingeworfene nach öfterem Umrühren uuagufgeldöst am Boden liegen laſſen. So werden 3. B. 230 Pfund derſelben 50 Pfund Salz enthal» ten, die übrigen 130 Pfund aber Waſſer ſeyn, bei welcher Proportion, die man nach Belieben oder Umſtänden vermindern oder vergrößern kann, ich jeßt ſtehen bleiben will.

Dieſe 230 Pfund geſättigter Salzla>e thut man in einen dreimal ſo viel faſſenden eiſernen Keſſel: bringe ſie in Sud, und werfe behutſam, in Brocken, damit es nicht überläuft, 4100 Pfund ungelöſchten Kalk darein, wobei man es, wie beim Kalkablöſchen fleißig umrühren muß. GSGollte alles di> wie Bret werden, ehe aller Kalk eingetragen iſt, ſo gießt man von gemeinem Brunn-, Fluß- oder Regenwaſſer ſo viel nach, als erforderlich iſt, den Kalk gar hinein? werfen, und darin löſchen zu können. Die Propor2 tion des Salzes zum ungelöſchten Kalk iſt alſo im- mer wie 1= 2.

Um in der Folge das Wägen zu erſparten, und die Urbeit zu erleichtern, darf man ſich nur ein Eichgeſchirr machen laſſen, welches yon der geſättigz

ten Salzſohle z. B. 232 Pfund faßt, ſc werden 3 dergleihen volle Geſchirre wieder 230 Pfund, das iſt 50 Pfund Salz und 180 Pfund Waſſer ausma- hen. Weil man auch den Kalf nicht immer friſch und ungelöſcht haben kann, ſo kann auch Statt deſſen der unter einem Dache, damit es nicht darauf reg- nen kann, in der Luft zu einem Mehl zerfallene, genommen werden. Man wiegt ein Mäßl,(wovon 52 auf einen baleriſhen Meßen gehen) gröblicht zerſtoſſenen ungelöſchten Kalkes 23F Pfund, folglich dergleichen Kalk in einem Geſchitre, welches 11 ſol<er Mäßl=- 2435 Pfund faſſet, und 4 von die- ſen Geſchirren 99 Pfunde, zu welchem das abgän- gige Pfund leicht hinzugethan werden kann. Jſt der Kalk aber in der Luft zu Mehl zerfallen, dann macht ſein Volumen noch ein Mal ſo viel aus, mit2 hin muß denn die vorige Wäſſerei doppelt genom? men werden. Aber wieder an das Vorige anzubin- den: wenn der Kalk gänzlich in die geſättigte Salzs- Sohle hineingerührt, und unter beſtändigem Auf- rühren zu einem di>en Brei eingeſotteu worden, dann ſc<lägt man ihn mit einer Schaufel aus dem Keſſel heraus, läßt iba anziehen, damit man ihn verarbeiten kann, und macht längliche Kugeln in der Größe eines Hundsfopfes daraus, welche man an der Luft genugſam tro>en werden läßt.

Nun muß man einen viere>kigen, von Mörtel oder Lehm aufgemauerten, auch nah der Zahl voriger Kugeln genugſam großen Ofen haben, welcher 13 bis 2 Schuh vom Boden einen gemauerten Roſt, und un- ter dieſem auf einer Seite 1 Schuh breites und 15 Zoll hohes Aſchen» und Zuglo< hat, welches man, um den Zug erforderlich geben zu können, zum Theil oder ganz verſchließen, oder wieder öffnen kann.

Auf den Roſt legt man eine Schicht von dür rem, ſchlechtem Neiſſig, darauf eine Schicht einfach von den Kalkfugeln, dann wieder eine E icht Reiſſig und Kalkfugeln, und ſo fährk man Schicht um Sicht ſo fort, bis der Ofen voll iſt, wobei die leßte Swhicht oder Lage oben Nelſſig ſeyn muß. Dieſe leßte Neiſſig- Lage zündet man an, und läßt alles gemach von oben ntederbrennen, wobei man das Feuer mittelſt des Aſchenloc<es, dur< mehr oder minderes Verlegen desſelben ſo regieren muß, daß es niemals in eine Helllamme ausbre<en kann, ſonz- dern nur abwärts auf ſeine Art, wie beim Kohlen» brennen, do< etwas ſtärker, niederflimmen muß.

Iſt ſolches ganz verzehrt, und zu Aſchen gewor- den, ſind auch die Kugeln ſo wcit abgekühlt, daß man ſie mit den Händen behandeln fann, dann nimmt man ſie heraus, zerklopft ſie ſo klein, als möglich, mit hölzernen Hämmern, miſcht alles, was von Kalk oder Aſchen durch den Noſt gefallen iſt, darunter, und ſchlägt ſie nach beliebigem Gewicht oder Maß zum Verkauf in Fäßchen ein.

Dieß iſt dann eine überaus herrliche Düngergat- tung und Attractivum, welche im Pflanzenreiche zur Verwunderung das ihrige leiſten wird. Ste taugt zu gallen und jeden Sewähſen, wie ſie Nameu hga=