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Düngerarten.- Die aus dem Waſſer läßt man vorerſt abtroFnen, wirft ſie in Haufen, und mengt Z Theile Dammerde damit. So läßt man den Hauſen 8 Tage Tiegen, wendet ihn, und ſeßt eine Portion ausgelöſh- ten Kalk hiuzu- Nach einem Monat kann man mit Vortheil die Saatfelder damit beſtreuen, Ulles Laub gehört vorerſt als Streue für das Vieh. Dazu ſollte man auch die Stoppeln der Felder verwenden, ſtatt ſie einzua>ern, Vernünftige Landwirthe ſtreihen näm- lih das Stoppelland== d. i, ſie ziehen mit dem Pfluge 3 Zoll tiefe Fur<en, und laſſen zwiſchen jeder Furche eben ſo breit unbeſtrihen, als die Furche breit iſt; nun eggen ſie den UFer, und bringen ſo alle Stoppeln und Gräſer aus der Oberfläche, und nach Hauſe zur Benüßung, während ſie eingea>ert dem Felde ſchaden. So ſammeln ſie auc< Neſſeln, Farrenkraut, Reinfahren, Günſter, Buſchwerk, Strünke, um fie theiis zum Einſtreuen, oder auf die Düngerſtätte zu gebrau- <hen,. Ingleichen führt auch Herr Direktor Sch werz ein Beiſpiel an, daß das Kartoffellaub, was man ſou wegwirft, auf Wieſen oder Kleeäcker ausgejireut, die Wieſen zu ungemeinem Wachsthume bringe, welches ihm ein Zufall gelehrt hat.
ad 7) Schlamm aus den Seen, Flüſſen, Bä- Hen und Teichen iſt ein herrlicher Dünger, den man entweder ſo"wie er da iſt, oder mit Kalk gemiſcht, vortheilhaft benüßt, Er befördert beſonders die Frucht. barkeit im leichten Boden, und zeigt ſic) auf den Wie- ſen eben ſo wobhltbätig, als auf Fruchtfeldern. Man ſollte ihn daber überall mit größter Sorgfalt, beſonders aus ſtehenden Gewäſſern holen, mit Kalk, Kreide, Mergel oder Stallmiſt verbinden, und nach einiger Ablagerung Saaten und Wieſen damit überſireuen,
ad 8) Vom Gaſſenkoth iſt ſchon öſter bemerkt worden, daß es die wirkſamſten Subſtanzen zur Be- förderung des Wachsthums enthält, Es dient zur Miſdung mit dem Abtrittskoth, oder als Schichten auf die Düngerſtätte, ſo auc; S ägeſpäne 1c,
ad 9) Das Nämliche gilt ferner von dem Keh- xicht der Landſtraßen, als in gleicher Kategorie ſtehend,
ad 10) Die Erdmauern oder Schutt miz
anderm Dünger abgelagert, machen dieſelbe günſtige Wirkung,
ad 11) Der Malzſtaub wird als Dünger ſehr hoch geſchäßt, der Staub nämlich, welcher beim Trock: nen des Malzes abfällt. Man ſtreut ihn über die grüne Gerſtenſaat, Klee, Rüben 2c. Selbſt das Waſ: ſer, worin die Gerſte gemalzt worden, kann mit groſ- ſem Erfolge zur Düngung in Verwendung kommen, Es enthält einen beträchtlihen Theil Pflanzenſchleit, den es aus der Gerſte herausgezogen hat; und es wäre zu wünſchen, daß in allen Bräuereien und Brennereien dieſes Waſſer in Behälter geſammelt würde, wo man es mit Uſche verſeßen, und auf die Felder bringen Foönnte,
ad 12) Gärberlohe. Iſt fie abgeſault, und dicht über eine Wieſe geſtreut, ſo zeigt ſie auſſerordent-: li<e Wirkungen. Mit Kalk oder Salz gemiſcht, iſt dieſe Wirkung noch ſchneller und größer. Um zweck- mäßigſten verfährt man damit, wenn ſie aus der Grube kommend gewaſchen, und mit einer gleicheut Portion Pferdemiſt verbunden wird. Man ſchüßbt fie dann vor Regen, läßt ſie aber nicht ganz trocken wer- den. Nach der erſten Gährung fügt man noch ein- mal friſchen Pferdemiſt bei, wodurch eine weitere Er- bißung vor ſich geht, die man erkalten läßt, und dann mittelſt Kal? aus dem Ganzen einen Compoſt erzielt, der die beßten Düngerkräfte äußert.
ad 13) Ganz vorzüglicher Dünger iſt auc der Ruß, obſchon meiſt vernachläßigt. Es giebt jedoch Kaminfeger, die ihn fammeln, und Sä>eweis gut ver- Faufen*), ſich und andern dadurch großen Nugen ſchaf-
fen, Für fich allein wirkt er am ſtärkſten in kieſig-,
Freidig- und Fkalkigem Boden. Ein Gemenge von 2 Theilen Ruß, 2 Theilen Kalk, und 140 Theilen Erde ſtreut man mit beßtem Erfolge über die grüne Wine terſaat im Frühjahre, über Sommerfruc<ht, oder ſo- gleich nac der Nusſaat, oder wenn ſie zu grünen be- ginnt. Ehe der Kalk hinzu kömmt, muß gman den Ruß und die Erde 14 Tage lang gemiſcht ruhen laſſen z dann aber rührt man ſie ſtark durcheinander, ſchichtet den Kalk darauf, und nach 6 Wochen iſt dieſer Haufen zum Gebrauche fertig, jedoH ſtoßt man da alles mit
*) T< kenne in Batern nur einen Ort, nämlich Re: gensburg, wo er zu dieſem Zwee ſchr ſorgſam ge* ſammelt, und Portionenweis verkauft wird. In England wird ſo der Ruß, beſonders der von den Steinkohlen; der no< beſſer iſt, ganz vorzüglich benüßt,


