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Über den Dünger, zugleich aber auch über das Unwesen dabey in Deutschland, besonders in der Haupt- und Residenzstadt München und ganz Baiern ... / von Hazzi. Vorgetr. i. d. öff. Vers. d. landwirthsch. Vereins in München. M. e. Beil. über die Hornviehstallungen d. kgl. würt. Versuchs-Lehranst. zu Hohenheim ... von ... Schwerz
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Seite
41-42
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4 41=== 42 vi ſehene Oeſſnung an ver Wand gegen die Seite der Fung wegen verzehrt er fich ſchnell, und ſeine enen Möglich Düngerſtätte zus Belſer iſt, mehrere ſolc<e Dünger- Gährungs- Produkte ſind den CFeinaen nachtheilig« . ier: Stätten im Hoſe zu haben, den Nuten darbietend, die u beßten taugt er zur Erwärmung der Miſt- und yx Erde verſchiedenen Urten von Miſt, als von Pferden, Kühen, SveibVette, und allenfallsauf naſſe, ratte und zähe 1m Bos Schafen oder SiDern Sorten zum IBeil-getwennt zu ZPOEG au aaa genre: ier AZ NMOBB ſchich» ügel: halten, welches in den Stand ſeht, fär jeden Doren tenweis auf die allgemeine Düngerſtätte. Mit Gäar- 187 und Bepflanzung den paſſenden Dünger zu wählen. berloh und Kalk vermengt, macht er einen ganz vor? wird- Bei jeder Düngerſtätte bleibt es aber Bedingung, daß trefflichen Dünger.

Neft die untern Rinnen mit dem beſagten Jauchenbehälter Der Rindviehmiſt ſſt der mildeſte und beßte, Ne ſo in Verbindung ſtehen. Deſter, beſonders zur Som Er gährt lavgſam, ohne zu ſtarke Erhißung, und häit Mitte merszeit, muß man den Düngerſto> mit einem ge in der Erde am längſten aus. Dieſe mäßige Gah- pfen wöhnlichen oder auch hölzernen Sprißkruge befeuchten, rung eignet ihn für jeden Boden, und ſtellt ihn als ds das iſt beſprißen, wie der Gärtner die Planzen. Man ven Kern jeder Düngerſtätte dar« Dieſem entgegen 'falls nimmt dazu Jauche aus dem Jauchenbehälter, oder da geſezt zeigt ſich

au3e für Waſchlauge oder Spülig aus Küchen 2c., im äuſ- Der Schafmiſt, Er gährt trocken und ſchnell, I ſerſten Fall auch gemeines Waſſer. Will man die iſt alſo zu hißig« Die Pflanzen können ihn nur in der Gährung beſchleunigen, und in 4-5 Wochen ſicher geringer Quantität vertragen, auch halt er im Boden id, vollenden:(denn gewöhnlich braucht ſie 6-3 Wochen), nicht an. Er paßt für träge, ſchwere, kalte Thonbö- den ſo muß man den Düngerſto> ein wenig mit ſalzigen den, die er erwärmt und lebendig macht. Dazu wen» vas oder ſalzhaltenden Dingen beſchütten, als Vitriolſäure, det man auch das ſogenannte Pferchen an. Immer nan Weinſtein, Glauberſalz, Bitterſalz und Gips. Um beiſer ijt aber der Miſt im Stalle, auf obige Weiſe

ien ſchnellſten wirkt Kalkwaſſer*), oder Menſchen- Urin« gebraucht, oder als Miſchung auf die Düngerſtätte*). and Uebrigens, wie ſchon geſagt, nimmt unter den Dün- Der Schweinmijſt iſt das Gegentheil des vo- uft ger- Materialien rigen, milde, wäſſerig, langſam gährend, und von we- gen ad 1) der Miſt der Thiere den erſten Plaß nig Wärme. Deßwegen nennt der Landwirth ihn ei- jün: ein. Er hat ganz verſchiedene Eigenſc<aften oder Düng- nen falten, trägen Dünger, Doch leiſtet er auf Wie- ings Kräfte, welches auf die Pflanzen eben ſo verſchiedene ſen und in Baumſchulen gute Dienſte- Uunſſerdem vor? Wirkung macht. mengt er ſich nüßlich auf der Düngerſtätte-. Man er zu Durchſehen wolſen wir nun näher dieſe einzelnen ſchreibt ihm auch die Eigenſchaſt zu, die Maulwürfe

nder Miſtarten, zu vertreiben.

yr zu Schon im Ullgemeinen gilt die Regel, daß gut Der Geflügelmiſt it ſtark, harknährend und nen gefüttertes, fettes Vieh viel beſſern Miſt, als uageres troFen. Wegen ſeiner hißigen und äßenden Natur reit und ſchlecht genährtes, das gut gemäſtete Vieh aber verdauen ihn die Pflanzen in größerer Menge nichk« val den allerbeßten Miſt abwirft. Die Quantität des Mi- Gewöhnlich aber iſt dieſer an fi vortreffliche Dünger les hängt wieder von der Quantität des Futters, des ohnehin nur in Fleinen Untheilen vorhanden. Wo matt und Streu- Materials, und von der weitern Behandlung Geflügel in größerer Menge zieht, verlohnt es ſich al- jah ab. Nun zuerſt lerdings, dieſen Miſt in einen abgeſonderten Haufen zu Vom Pferdemiſt, Er iſt tro>en, bißig und zu ſammeln. In größerer Maiſe äuſſert er ſich beſon- ver ſalziger Natur. Seiner alsbaldigen und bigigen Gäh- ders wiräſam als oberflächliche Düngung auf Getreid- ; Saaten. Un<h iſt er eine ſhäßbare Würze für die

NW Mt auf aa HE IEE Aae els TUE Wid MER pv der lenfeuer glühend, und läßt ihn eine halbe Stunde Der Taubenmiſt gilt als der beßte aller Dün- Spit a in AAG Zuſtaude,wirft ihn dann in das gerarten, wie auch als der wärmſte. Er taugt für Ahle RIE II: 270.0 EE ana AS Iäter jede Urt von Kultur, ſo daß er ſchon in tleinerer

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würde der Kalk auf der Oberfläche ſchwimmen, nichts, wie klares Waſſer übrig bleiben,

und

STE E::-. ») Sieh hierüber das Weitere in der Beiſage 2»