Teil eines Werkes 
3 (1797) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 3
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dürfen, werden mit dem Spaten tief um- gegraben, und glatt oder fein geharfet, Cin Beet darf nichr über 3 F. breit ſeyn, damit man bequem jäten und gießen könne, Die Länge kann willkührlich ſeyn. Auf die 3 JT. abgetretenen Beete nun wird der Saame in Linien geſäet, wozu vorher 4 tinien nah) der Schnur mit einer Harke ge» macht werden, die mehr breit als tief ſeyn müſſen, indem der Saame nur wenig Erde über ſich haben muß. Er muß aber ſo dünne geſäet werden, daß jedes aufgehende Pflänzchen etwa 1 Z, breit von dem andern zu ſtehen fomme. Der ausgeſtreuete Saa- me wird in den Rinnen, wenn der Boden ſchwer, 3 Z., wenn er aber leicht iſt, 2x Z. dick mit klein geriebener Erde ſo zuge- de&>t, daß eine kleine Vertiefung in den Rinnen bleibe, damit das Waſſer. deſto "beſſer einziehen könne, Sobald der Saa- me auf vorbeſchriebene Art geſäet iſt, muß das Saatbeet mit Fluß-Regen- vder von der Sonne erwärmten Waſſer ſo ſtarf an- gegoſſen werden, daß ſich die Erde feſt ſe- ken und ſich mit dem Saamen vereinigen Fönne. Cs muß aber nicht ſo ſtark in der Folge begoſſen werden, daß die Erde von den auffeimenden Pflänzchen abgeſpult, und dieſe fortgeſchwemmt werden. Man bedienet ſic) hierzu einer Gießkanne, die mit einem durchſchlagartigen Kopfe verſe» hen iſt. Sobald die Pflanzen 2 F. hoch und einen Federkiel dik ſind, verſeßt man diejenigen, welche ſolches Maaß erreicht haben; die übrigen läßt man noch ein Jahr auf ihrer Stelle ſtehen und heran wachſen, da man ſie daun mit einer Heckenſcheere dicht über der Erde abſchneidet. Die-Pflan- zen von obbeſchriebener Größe werden bey Hunderten.ausgenommen, die Erde aber ein wenig an ihre Wurzeln angedrückt, die Zeinwand aber, worin ſie gewickelt ſind,

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pder die Kiſte, worin man ſie-gelegt, und welche oben unv unten mit Luftlöchern ver- ſehen ſeyn muß, begießt man untcrweges, wenn Zeit dazu erfordert wird, um ſie zur Baumſchule zu ringen und einzuſeßen. Man läßt vom Anfange des Apr. bis in den May das zur Baumſchule beſtimmte, und wie zur Saatſchule zubereitete, Land umgraben, eben harfen, und in 6 F. Hreite Quartiere zu 3 Linien, oder in 3+ F, breite Länder zu 2 Linien, und zwiſchen den Ländern einen Steig von 2 F. breit, abtreten, Auf jedem ſo abgetheilten Lande werden 3 oder 2 Reihen Bäume, und die Bäume in jeder Reihe 23 F. vom Steige entfernt, gepflanzet und die Hritte Reihe nimmt die Mitte des Landes ein. Die Bäume ſekt man ſo, daß die der zweyten Reihe gegen die der erſten und ritten ſchräge ſtehen, folglich ihrer drey auf dem Felde ein gleichſeitiges Dreyeck bilden, und folchergeſtalt auf allen Seiten in gleicher Entfernung von einander zu ſtehen kom men, Auf ſolche Weiſe kann kein Baum den andern mit der Wurzel zu nahe kom- men und ihm die Nahrung entziehen. Die Verpflanzung in die Schule kann vom Aug« Hange des März, wenn eine gelinde Wit- terung einfällt> bis gegen die Mitte des Maymonaths geſchehen. Die mit einem Spaden behutſam aus der Erde genomme- nen Bäumchen werden am Stamme und an den Wurzeln beſchnitten, Erſtere ſtu«

ßet man auf 4== 5 Augen; von leßtern

ſchneidet man das Faſerichte ab; die ſtar- Fen und geſunden ſchneidet man, wenn es Seitenwurzeln ſind, bis auf ein Paar Zolle ab, auch wohl, wenn ſie in die Tiefe ge- Hen, 3-- 4 Zoll, ſo, daß man das Bäum:- <en mit einem Stoc, wie eine Kohl- pflanze, ſeßen kann; ſeßt ſie, in obbeſchrie- bener Weite und Ordnung, etwas tiefer

ein,

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