Teil eines Werkes 
3 (1797) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 3
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Sherſtenärndte, die Einſammlung > der Gerſte- Man muß ihre Zei- tigung anders nehmen, als die der andern Getreidearten- Sobald der erſte Grad der Reife da iſt, ſchreitet ſie ſehr ſchnell zur Vollendung derſelben fort. Starke Sonnenhiße übertreibt ihre Reife, beſon- ders der kieinen Gerſte, ſo ſehr, daß ſie, ehe man es ſich verſiehet, an den Aehren einfnicket, daß letztere beym Abmähen und Harken gar ſehr abbrechen und verlo- ren gehen, oder: die Körner bey erfolgen- den Sturmwinden ausgeſchlagen werden, Man muß daher die Gerſtenärndte anfan- gen, wenn ſie in der ſo genannten Gelb- reife ſteht, d. i, gelb, aber noc< nicht weiß, geworden iſt. Dann iſt ſie in der Mitte ihres Reifwerdens noch. Es iſt genug, wenn die Körner nicht mehr ihr milchartiges, zu weiches Mark haben; ſie dürfen noch nicht ganz hart ſeyn, Hier- nächſt muß darauf gehalten werden, daß die Gerſie nicht gegen, ſondern nach den Strich abgemähet werde, d. i. die Nei- gung der Aehren nach einer Weltgegend zu in Acht genommen werden muß. Sind z. B. die Aehren nach dem Morgen zu ge- neiget oder hin hängend, ſo wird von der Abendſeite her angemähet, damit die Aeh- ren nicht abgeriſſen oder ihre Körner aus- geſchlagen werden. Hat man alſo Aecker, die nach der Länge hin ſich zwar gegen Mittag zu erſire>en, ſo müſſen die Mz Vet, Negllexicon 111, Theik

her, wenn gleich die AFerſtüFen nicht breit ſind, immer wieder zurück gehen, wenn ſie nach dem Strich der Aehren zu mähen angefangen haben, um immer von neuen Schwade zu machen. Dieſes öftere Zurükgehen hält freylich) auf, und nimmt ungleich mehr Zeit hinweg, als wenn die Mäher ohne Rückkehr der ganzen Länge eines Aerſtüks nachgehen oder folgen können 3; aber der Schaden würde viel zu groß ſeyn, wenn gegen den Strich gemä- het, und hiemit die Aehren abgeſchnitten, abgebrochen oder abgeriſſen würden. Lie- get die Gerſte zu ſebr, und iſt durch ſtarke Regen unter einander verwirret worden, ſo iſt noch mehr Behutſamkeit nöthig, da in dieſem Falle die Mäher nur wenig mit der Senſe eingreifen, und ſich bald hie, bald dorthin wenden müſſen, um die un- ter einander verſchlungenen Aehren nicht mit der Senſe abzureißen oder abzu hauen,| Iſt viel Gras und Unkraut unter der Gerſte, ſo muß leßtere nicht eher zuſam» men gebracht werden, als bis alles ge- nugſam auf dem Felde tro>en geworden, Kein Stroh erhißet ſich mehr, wird ſchwarz, ſchimmlicht, ſtinkend und zur Fütterung untauglich, als nicht trocken eingebrachtes Gerſtenſtroh. Sollte aber eine anhaltend naſſe Wirterung es durchaus nicht zulaſſen, daß das Stroh nach Wunſche recht tro>en

eingebracht werden könnte, ſo muß es in A ſolchem