Teil eines Werkes 
3 (1797) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 3
Entstehung
Seite
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Mißſig

nicht an der Erde zum erſtenmal, ſondern von oben nach unten zu in 3 Theilen abge- ſchnitten werden, wozu man ſich alter Gras- ſenſen bedienen kann. Es dauert länger als ein Jahr, ehe es in der Erde verfaulet, wenn es im erſten Jahre gleich als Miſt auf den Acker gebracht wird. Iſt dieſer daher leichter Art: ſo wird er davon zu lo- >er gemacht, und kann in trocknen Jahren: leicht ſchaden. In einem Dungermaga- zine, wo der Miſt Zeit zu faulen hat, iſt das Heidekraut ſehr gut zu gebrauchen. Beſenartiges Pfriemenkraut, Reh- kraut, Rebheide, Hafenheide, Ge- niſt,(Genilta ſcoparia, Spartium ſcopa- rium L.) wird bey uns ſowohl in den Hei- den, als ſandichten Feldern an unbebaueten Oertern häufig gefunden, und enthält viele ſalzichte und harzichte Theile, weshalb es ſehr gut zum Einſtreuen und Düngerma- <en iſt. Es werden die Gipfel der Sten- gel mit einer Sichel ſehr bequem abgeſchnit- ten und geſammelt, und am vortheilhafte- ſten grün eingeſtreuet. Noch beſſer aber wird dieſer, nach nur beſchriebener Art ab- gefürzte, Strauch in einem Düngermaga- zine gebraucht.

Miſtgauche. Hierunter verſteht may überhaupt vas Waſſer, welches auf dew Viehhöfen in, neben oder auf den Miſtſiä- ten ſich befindet, und nicht überall, wie es ſeyn ſollte und könnte, benußt wird, da ſol- <es Waſſer gleichſam als das Extract des Miiſtes angeſehen, und daher ſehr gut zum Düngen der Aecker, wie es bey den Schwei- zern beſonders längſt üblich geweſen, ge- Zum Verfahren uad zur Austheilung dieſer Gauche, die bey den Schweizern Gülle heißt, dienen Fäſſer, die auf dazu verfertigten Karren feſt gemacht find, Oben iſt ein großes, mit einem De-

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Fel verwahrtes viereFichtes koch, zum Ein- gießen.(Man kann bey uns von den Ma- terialiſten die gemeinen Thranfäſſer neh= men, ihnen allenfalls die bereits darinn befindlichen Spundlöcher laſſen, und einen hölzernen Trichter zum Cinfüllen aufſeßen. So braucht man auch nur einen gemeineiz Bauerwagen, der unten ein Paar ſtarke

: Stangen oder Bäume hat, worauf das

runde Gefäß ruher, oberhalb aber mit 3 ſc<hwächern Stangen eingekiemmt iſt, ſs wie unfere Bierwägen in den Städten aus den Brauhäuſern die Biertonnen oder Vier- tei umher fahren.) Hinten im Boden iſt ein großer Hahn, und unter demſelben ein hölzerner, einen Schuh breiter, im Bos= den mit vielen Löchern durchbohrter offener Kaſten, deſſen Länge gerade ſo groß iſt, als die Entfernung der hintern Räder, ſo daß das äußerſte Wagengeleiß richtig anweiſet, wie weit das Begießen gegangen iſt.(Der Hayn darf nur aus Holz ſeyn, wie ihn die Bauern an ihren Getränfgefäßen im Kel? ler zu haben pflegen, Der vor vielen Jah- ven in Trachenau verſtorbene Kammerrath von Schönfeld ließ von ſeinem Miſthofe die Gauche auf immer aufs Feld zum Duün= gen fahren, und Statt des durchlöcherten Kaſtens ward bey ihm ein Bre gegen das

-Zapfloch geſtellt, bey deſſen Oeffnung die

Miſtgauche dagegen anſpielen, und ſich ſo vertheilen mußte, Der durchlöherte Ka- ſten bey den Schweizern iſt aber, weil er die Gülle genauer vertheilet, vorzuziehen, und wenn nach nur vorgeſchlagener Art auf unſern Bierwägen mehr Gefäße auf ein- mat fortgefahren werden: ſo macht man mit dem, hinterſten-den Anfang. Iſt die- ſes leer: js wird es bis nahe an der Hälſte, daß es nicht herab fallen fann, fortgeſcho- ben, und der Kaſten dem zweyten unterge- hängt, welches ſehr gut angehet, weil fein

Wagens