Teil eines Werkes 
3 (1797) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 3
Entstehung
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theils in Kalk und-Erxden, heils in Schla- en oder glasarrige Maſſen."Die Meralle werden entweder gediegen oder vererzet aus der Erde gebracht. Ein vererztes Metall oder Erz iſt eine Vermiſchung der:Metolle mitandern mineraliſchen Körpern, wo- durch ſie ihres merolliſchen Glanzes, Klan- ges und Geſchmeidigkeit beraubet worden, Unter den vererzenden.Materien ſind die vornehmſten:.Schwejetund Arſenik z. bis- weilen-Erden und auch die Metalle unter einander ſelbſt.«Bisweilen iſt ein Mexall durch Schw fel und Arſenik zugleich, bis- weilen aber nur durch eines dieſer Körper vererzef,und bisweilen finden ſich auch zwey und mehrere Metalle, aug) wohl un- metalliſche Erden;in einer Wermiſchung mit einander verbunden. Der Schwefel wird faſt-bey allen dergleichen Vermiſchun- gen gefunden; doch glaubt man gemeinig- Iich, daß derjelbe niemais mit Zinn, Wiß- much und. Kobolt verbunden gefunden werde, :Metalle edle, unter dieſer Benene« nung iſt.in der Negel unveravbeitetes Gold und Silber gemeynt- A. 48. R. Th.[, Zit. Il, 8. 19.: Metallglas ein. aus:Metall,oder Metalliſchen Körpern geſchmelztes Glas, dergleichen die Sritreiſt,| - Metallgold, das zu ſeinen Blättern geſchlagene Meſſing. . Metallmutterdie Mineralien, als: Hornſtein, Feuerſtein, falk« und. gypgar- tige Steine,Gneiſt,Quarz, Spath, Blende u. a,.m., womit die Erze-umgeben ſind, und mit und-unter dem Erze brechen. Metallfilber, das aus feinem Zinn /oder weißen cementirten Kupfer geſchlagene Dlartſiber,welches zu ſchlechter Arbeit,

wie. dea Metgllgold von«den Vergoldern, Hebrauchc wird.

Metope, Griech. Zwiſcheneiefs, beißt

bey-der Baukunſt insgemein der Raum

zwiſchen den Kälberzähnen, Triglypben

und Kragſteinen. Der Raum zwüchen Trig!yphen oder Balkenföpfen muß biltig

ſv hoc) als breit ſeyn, PWiett,«ineinigenGegenden, das

reine vom Fette abgeſonderte Fleiſch; da-

Her Diettwurſt, eine aus- dergleichen ge«

hacfrem Fleiſche, verfertigreWurtt, wenn ſte noch ungeräucherr iſt,

SReßL, der z6t2Theil eines ganzen

Eqpeffeis. La aber der Scheſſel nicht Überall gleich groß iſt: ſo ſind ſich die Me- ßen gleichfalls nicht gleich,|

Megfkaſtcn, derjenige Kaſten in der

Mühle, worin der Müller ſeine Mahime-

ßen,die er für das Dahlen befemmet, ein- Jehürretz daher XNerzner,derjenige Müh- lenburjche, welcher in einer großen Mühle das Meßen verrichtet, und an einigen Orten auch der. Meh/meiſſer genannt.wird.

Mieute, eine Parchie"Jagdhunde.bey der Parforcejagd, von ohngejähr 59==

60 öder mehrern Stücten.

Meve, eine bekannte Art Waſſerys- gel, woven im Auslonde gar viele Arten

Hefunden werden, Wir bemerken nur al- Lein unſre gemeine Meve, die ſich auf un-

ſera Flüſſen, Seen und großen Teichen findet, Sie wird gemeiniglich bey uns Fiſchmeve genannt, Rücken und Deckfe- dern ſind alchgrau, an den HOhrgängen, unterm Halſe, am Ende des Schnabels iſt ſie etwas ſchwarz, das übrige ſchnee: weiß; der Schnabel ift forallenxöchlich, und ſv anch die Füße. Sie ſchwebet:im Flie-

gen