Teil eines Werkes 
3 (1797) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 3
Entstehung
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Bewegungen einmal ſo viel Erbe faſſe, als das anderemal, nicht ein Saß hoch, der andere niedrig; einer langſam, der andere geſchwinde; ſondern recht nac) einem Cben» maaß verrichtet werden.

Mergel, eine Erdaxt, welche im vel- fchiedenen Sinne ſo genennet wiid. Ci- gentlich ſolte diejenige Art, weiche bey- nahe aus gleichen Theilen Thon und Kalk- erde beſteht, Mergel heißen 3; wenn aber in der MiſQung eine dergleichen Erde, der Thon oder der Kalk, die Oberhand haf, und noch dazu eine andere Erdart;'z. C Sand oder Oyps, beygenuſcher iſt; ſo iſt es ſebr gut, wenn mon eine ſolche Mergelart mit einem Beynamen bezeichnet, um ſie recht genau von andern zu unterſcheiden. So iſt imH,V, 5. 1. S. 539. der Mex- gel nad);ſeinex Zuſammenſeßung nament= lich geordnet zu findenz 12) Ligentlis eher QZergel, Dd. i. Halb Kalk, halb Thon, 2) Thonmertfel, über x bis 3 Thon, der Reſt Kalf, 3) Kalkmerggel, über x bis 3 Kalk, der Reſt Thon. 4) GyPs9- ſichter Mergel, hiebey 4 Gyps. 5) Gypsſichter Chonmergel. 6).Sand- mergel,+ Sand, x Mergel. 7) San- dichter Mertel, wo x 3 Sand beygemiſcht iſt. 8)&Sandichter"Thonmergel. 9) Sandichrer Ralkmergel. Sind über Hdrey Theile Kalf mit Thon, oder über dre:) Theile Thon mit Kalk vermiſcht: ſs höret der Name Mergel auf, und alsdant heißt die Vermiſchung entweder ehonichter Ralk, oder Faitichter Thon; oder wenn der Sand äiber drey Theile beträgt, und das übrige aus Kalf und Thon beſteht: ſo wird die Vermiſchung kaikicht-tho- nichter Sand genannt.

Da nun der Mergel nicht einerley Art iſt: ſo muß, weun er zur Düagung der

Mergel

Felder gebraucht werden ſoll, die Beſchaf- ſenheit des Bodens und die Art des Mer-

geis gegen einander vergüchen und beur-

theilt werden, welgye Art des Mergels an- zuwenden ſeyn könne, Für einen Lehm: oder Thonboden, der nicht viel Sand haf, wird ein Kolkwiergel oder ſandichter Kalk- mergel; für einen Fſanvichten Boden aber ter eigentiiche Mergel und Thonmergel am beſten ſeyy.Der eigentliche Mergel, wel- der dus Kalf und Thon faſt zu gleichen Theilen beſiehet, kann für jeden Boden out ſeyn, fals das Erdreich nicht allzu fett, oder in einem andern Falke allzu lehwicht oder rhonicht Ut. Lin ſehr ſtarfer, binden- der, kehmichter Boden muß aufgelo>ert werden, weshalb ihm eine ſandichte Mer- gelart am dienlichſten iſt; da hz agegen der ſandichte Boden dur)'dey eigentliwen Mergel öder auch Thonmerge! mehr gebune- den und feſtor gemacht werden kann,

Da aber Thon und Kalt nicht weſent lic), ſondern nur werkzeuglich(ſ, H. BV. B. 1. S, 5933 ff.) zur Früchtbarfeit des Erdbodens beytragen: ſo muß der Acer wechſelsweiſe, einmal mit Mergel und dat- auf mit Miſt; vder mit beyden zugleich, jedoch in leßterm Falle mit beyden minder reichlich, gedünget wcrden, Wird der

gewöhnliche Wiehmiſt ganz bey Seite geſe

9 ſo entſtehet davon eine gänzliche Ent» räftung des Ackers, welches einem ſolchen Verfahren bereits in den ältern Zeiten den Namen des Ausmergelns zugezogen hat z wie wohl auch der cker durch den Ge- brauch einer unrechten Mergelatt zu Tode gemergelt werden Fann, welches auch ge- ſchiehet, wenn zu viel auf einmal, oder zu oft Hinter zinander, auf den Acer geſühret

wird, Die Farben des Mergels ſind gar vie- lexley, weiß, weißlich, grau, JIN licht-

ur iäliitt

ficht! ben, blau gem! Hant wenn Art' ſo iſt des gieße Mer, gelar Endl liche' amb dem

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