Teil eines Werkes 
3 (1797) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 3
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rung, dämpfen die Hie ves Blutes,*ön- nen die ſcleimichten Säfte aufiöfen, und die tro>enen Fibern anfeuchten und ſchlapp machen. Der häufige Genuß.aber kann leicht ſchädlich ſeyn, Blähungen, Cotik- ſchmerzen und Durchfall verurſachen, auch zu Wechſeifiebern Gelegenheit geben. Den übeln Folgen vorzubauen, pflegen die Fran- zoſen nach den Melonen Rettig zu ſpeiſen, und die Deutſchen dieſe Früchte mit Salz aind Pfeffer zu eſſen, und dabey ein Glas Wein zu trinken.' Zucker auf das Fleiſch der Melonen geſireuet wird deſſen Betchaf- fenheit nicht verbeſſern.

Die Melonenkerne gehören zu den vier größern kühlenden Saamenarten, Die man in der Apschefe aufvewahret. Ihr ölich- tes, und mit Waſſer aufgelöſtes, milchar- tiges, Weſen wird in allen Fällen nüßen, wo Mandeln, Kürbiskerne, und derglei- hen dienlich ſind. An Linigen Oxten ver- fertigt man äus dieſen Kernen einen Teig, um daraus auf Reiſen oder in Krankheiten in der Geſchwindigkeit eine fühlende Milch oder Orgeat zu machen. Man. nimmt von den vicx fühlenden Saamenarten, ais: Gurken, Kürbiſſen, Angurien und Melo- nen, von jeden x Pf, wäſcht und trocknet ſie wieder.ab, thut dazu 13 Loch ſüße, und 4 Zoth bictere geſchälte Mandeln, ſtößtal- les wohl mit Waſſer in einem ſteinernen Mörſel, ſeßet 2 Pfund auf Citronen abge- riebenen Zucker dazu, reibet alles wohl.un- ter einander, und.drücket die Maſſe in ein fieinernesoder bleczernes Gefäß feſte ein, Wenn.man davon Gebrauch machen will, nimmt.man zu.einen1 halben Nößel Waſſer ungefähr eines Eyes groß von dieſem Teige, reibet dieſes mit einander, ſeiget es durch und ſeßet dazu einige Tropfen Orangenmaſ- ſer. Die Bienen beſuchen die Blumen Häufig,|

Melte

Bey den Melonen ſind noh die Waſ:

ſermelonen, Angur:en oder Citrullen zu bemerken, Sie werden in den heißen zändern häufiger, als in Deutſchland, ge- bauet. Das Fleitch iſt feſte, gleichtam gejroren, rörhlich, manchmal auc) weiße gelölicht, und von einem wäſſerichten Ge- ſchmace, Jn.dem mittlern ſchwammich- ken Marke Jiegen breite, platte, ſchwarze Saamenkerne. In der Erziehung muß D-eje Frucht, wie die Melonen, gewartet verden, nur ſoll man die Ranken derſelben nicht beſchneiden, und ſelbigei auch mehr Plaß, ſich auszubreiten, verſiatten. Es darf dayer unter ein Fenſter nar eine Pflan- ze geſeßet werden, und wenn ſie unter dem Rahmen keinen Plaß mehr hat, muß man diejen heben und die Ranken unten weglau- fen laſſen, ihnen auch umher friſche Erde geben. Einige Gärtner pflegen die Früchte, wenn ſie bald ihre'Größe erlangt haven, ganz in die Erde zu ſcharren, in der Mey- nung, daß ſie davon no< größer werden ſolien 3 es ſcheint aber ſchädlich zu ſeyn, die Sonnenſtrahlen ganz davon abzuhalten, Die Reife der Frucht erkennt man.am be- ſten durch den Klang;.man fann ſie viel unger, als die Melonen, gut erhalten, wennſie gleich ſchon abgenonunen worden, Da aber der Frucht das Angenehme.der Melone jm Geruche und Geſchmacke Fehlet: ſo'wird fie weit weniger geachtet, Das Fleiſch fühlet ſehr ſtarxf, und wenn man dergleichen zu viel ſpeiſen wollte: fo möchte leicht Colik, Darchfall und Ruhr daraus entſtehen. Um dieſe nachtheilige Wirkung deſto ſichrer zu verhüten, ſoll man Salz und Pfeffer dabey gebrauchen.

Melte oder Melde, auh Melle.

Unter dieſem Namen Föngzen drey Ge- Tchlechte, nämlich Atriplex, Cheuopo-

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