522 Melone
zur Hand haben und damit dieſe Löcher 3 Zoll hoch ausfüllen; hicrauf werden die Saamenferne mit den Fingern gelinde än dieſe ausgefüllten Löcher gedrüt unv 2 Zoll hoch mit dem 2ohpulvor bede>t. Reynold lobe dieſe ſeine Erfindung ungemein. IBenn die Pflanzen in vollem Wachsthume ſtehen ,/ ſoll man das Beichneiden nicht verabſäaumen. Wenn man die'unnüßen Raaken wegnimmt, wird man die Frucht- tragenden ſffärfen, und verurſachen, daß die Früchte eher anſeßen, gewiſſer bleiben und vollfommener werden, Es geſchiehet dieſes zum erſteumale, wenn die Pflanzen nach dem leßten Umſeßen ſtark genug be- wurzelt ſind, und, nach der Sprache der Gärtner, den 2ten Knoten angeſeßt haben. Man kneipet alsdann mit dem Finger und dem Nagel des Daumens den Trieb über dem aten Blatte, und zugleich die beyden Saamenblätter, ab, Das Abkneipen iſt beſſer,.als das Abſchneiden, indem die Wunde eher voerwächſt. Sobald der ab- gefürzte Stengel Nebenzweige treibt, knei- pet man auch Dieſe über dem 2ten Auge ab, und wiederhohlt dieſes bey allen neuen, ſich zeigenden, Ranken, bis ſich junge Früchte oder die weiblichen Blüchen zeigen. LCi- nige Fneipen Über dem erſten Aue und laſ- ſen jedesmal nur ein Auge ſtehen, wodurch aber der Saft und deſſen Bewegung leich- ter Schaden leidet. An dem Hauptſtam- me läßt man nur 2 Ranken; alle übrigen, welche hervortreiben, werden weggeichnit- fen, weil es nur Waſſerreiſer ſind, und Den guten Raaken die Nahrung benehmen. Sollte jedoch zwiſchen den beyden Haupt- xanfen in der Mitte noch die 3te bervarbre- «yen: ſo läßt man ſolche Neben, indem Dieſe, nach der Erfahrung, am erſten Frucht anſeßet. Wenn der Hauptſtamm beſchnitten wird; ſoll die Wunde der fe
-
Melowe
und Sonne nicht ausgeſeßt bleiben; ſtehzt demnach kein Blatt nahe an der Wunde, wodurc) dieſe könnte bedeckt werden; ſo ſoll man ein abgeſchnittenes Blat? daruber le- gen, oder eine Ranke zurückbiegen, damit deren"Blätter den beſchädigten Staman be- jchüßen, Wird eine Ranke oder Blatt ſchadhaft oder trocken: ſo ſoll man es gleich am gefunden Theile:abkneipen, indem ſich das Uebel leicht durch die ganze Pflanze verbreitet, Die fleinen an den Ranfen hervortreibenden Gabeln können auch weg- genommen werden. Alle ungeſtaltete, platte
Und nicht xunde Ranken ſoll man wegneh-
men, Bey dem Beſchneiden ſoll man be- ſonders auf den Unterſchied dex Waſſer- und Fruchtranfen Achtung geben. Die Waſſerranken erkennt man an ihrem fre- c<en Wachschume und an ihrer Dicke, An den Fruchtranken ſtehen die Augen näher bey einander. Je. näher dieſe an dem Hauptſtamme hervortreihen, deſto größere
und ſchmackhaftere Früchte Fann man da-
von erwarten, Die abgeſchnittenen Ran- fen kann man auf ein Miſtbeer ſtecken; es werden ſelbige leicht Wurzeln ſchiagen und neue Ranken hervortreiben; doch möchte es mit folchen Pflanzen wegen der Früchte mißlich ſtehen. Bey dem Beſchneiden le- get man auch zugleich die Ranken fein or- dontlich, damit ſolche das ganze Beet be- Deen, und wenn dieſe mit der Zeit den Rand des Kaſtens berühren, bieget man ſie zurü& gegen den Stamm; wobey auch DBehutſamkeit nöthig, damit Zweige und Blätter nicht beſchädiget werden. Dä- mit die Früchte, welche ſich zeigen, erhals
ten und zur Vollkommenheit gebracht wer-'
den: müßen die männlichen Blürben nicht fehlen. Gleich nach dem erſten Beſchnei- den pfiegen ſich ſchon dergleichen zu zeigen, und man faun jolche. ſo lange abbreczen, ſo
Frud Rank auch| Blatt Frud je beſ] Rank wird Wenn einer man| verſtul men,
Frucht vem g Frücht der S! ſamer gen,
ünvollf fürfſte ſehen; Eonie von den ader die ien Se Mar die men. 3
Angewad der noeh, verhüten den Feu


