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Melone
dergleichen Früchten erwas an ihrer Voll- fommenheit, und die fleinen, an dieſem Strocke anfekenden, gehen ganz verloren. Um gute Melonen zu erziehen, ſoll man vorzüglich) wegen der Kerne beſorgt ſeyn. Wiele glauben, die Güte der Melonen neh» me ſtufenweiſe ab, wenn ſie immerfort aus ſoichem Saamen erzogen würden, welchen nian in feinem Garten ſelbſt erbauer hat, und verlangen daher, zuweilen fremden Saamenanzuſchaffen. Es hat dieſes auch einigen Grund. Die Ausartung aber des ſelbſt erzeugten Saamens äſt,„wie ſchon angemerff roorden, leicht möglich. Denn will man eine Art Melonen unverändert erhalten: ſo muß Feine andere, auch nicht einmal Gurken und Kürbiſſe, naße dabey geduldet werden, indem'durch die Zulatf ſung des fremden Befruchtungsſtaubes die Frucht und deren Saamen ſich verändert und ausartet, Wey demnach nur eine Sorte in ſeinem Garten unterhält, wird nicht nöchig haben, um fremden Saamen beſorgt zu ſeyn, Es iſt aueh ſchwer, von andern guten Saamen zu erhalten. Man (oll den Saamen von den beſten Früchten ſammeln, und man fann von den nämli- chen Kernen etliche Jahr hinter einander fäen. Man hebr daher, wenn man Me- lonen ſpeiſet, von den fiübeſien und wohl- ſchmeckendſten die Kerne auf, oder läßt eine Frucht, von deren Güte man überzeugt iſt, an dem Stengel überreif werden, und nimmt erſt, wenn ſie verfaulen will, die Kerne beraus. Da auch die Kerne in einer Ftucht nicht alle von einerley Güte ſind, doll man ſolche in ein langes Glas fhjunp Waſſer darauf gießen, dieſes gelinde um- rühren, und die ſc<wimmenden mit einem zöffel heraus nehmen, und nur die auf dem Boden liegenden, als die vollfommenſten, zum Gebrauche verwahren. Die friſchen
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Melone
Kerne ſind von einem Schleime umwicke ts
dieſer ſoll, nach Einiger Vorgehen, etwas
zur fünſtigen Süßigfeit der Fruche beytra- Hen, daher man die Kerne im Waſſer nicht allzu ſtarf ſchürteln, und zu lang darinnen
aufbehalten ſoll, damit dieſer Echleim
nicht abgewaſchen werde. Man pflegt aud) den markichten Theil mit den Kernen heraus zu ſchaben, und dieſe darinn 3 oder 3 Tage liegen zu laſſen, ehe man jenes auswäſcht. Die Kerne legt man nachher auf Papier, läßt ſie gut abtrockzen, und verwahrte ſie am beſten in leinenen Beuteln,
weldye man unter der Decke einer frocnen
Kammer aufhängt. Friſche Kerne ol „man zur Ausſaat nicht gebrauchen, fie ent-
halten noch zu viel Wäſſerichtes und Flüche
tiges, und man behauptet, daß die.daraus
erzogenen Pflanzen zu ſtark in Ranken und.
Zaub treiben, und nicht leicht Früchte an-
feßen. Sotite man dergleichen zu gebrau-
hen genürhiget werden: ſo ſoll man ſolche den Winter über in einer eingeheizten Stus be aufvehaltex. ne die Kerne ſchon im dritten Jahre ge- brauchen; von Münchhauſen aber behaue ptet, daß es ſicherer ſey, ſie 5 bis 6 Jahre alt werden zu laſſen. Sie behalten ihre Feimende Kraft bis in das 12 Jahr, end« lich aver werden die daraus erzogenen Pflan zen zu ſchwach. von 6 bis 7 Jahren gebrauchen. Es iſt ſonderbar, doß der Saamen, welcher von Früchten genommen worden, die bey Cis geiegen, zur Fortpflanzung nichts taugen. Die Saamen vor der Ausſaat in ſüßen Wein oder Milch einzuweichen, iſt vielleicht mehr ſchädlich als nüklich.
Wie nun. die Ausſaat geſchehen müſſe, und ferner die Wartung der Melonen an-
zuſtellen ſey, muß noch erwähnt werden. Ä Bor der Mitte des Märzes Fann man iu; unſern
Nunu 2
3.19;
Millox meynt, man fkön-
„Oyce>k will nicht ältere, als-


