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Melone
3) Gereifelte VIelone, Melon I cdtes. Die Frucht iſt gemeiniglich durch 13 Reifen oder Furchen getheilt, zwiſchen welchen ſich das Fleiſch merklich erhebt; die Furchen ſind gemeiniglich glatt und grün, die hervor ſtehenden Rippen aber geneßt, und werden zwiſchen durch mehr gelb. Die Schale iſt vom Fleiſche merf«- lich unterſchieden und grün, das Fieiſch aber ſchön gelb und ſaftig, doc) nicht wäſ- fericht. Die Frucht hat in der Mitte eine Höhlung, und das Mark iſt vom Fleiſche gänzlich unterſchieden. Das Eßbare be- trägt daher weniger, als bey den vorigen Sorten. Die Frucht wird aber zeitiger reif. Zuweilen iſ? ſie unſchmackhaft, wäſ- ſericht oder mehlicht.
4) Srübe Vielone, Melon des Car- mes, Melo ſaccharinus, iſt nicht gar groß, und wird daher früher, als die Übri- gen Soxten„ reif. Sie iſt mehr rund als lang, etwas neßartig überzogen, ohne merkliche Reifen, und inwendig goldgelb, angenehm ſchmeckend, zuweilen etwas meh-
licht.- 5) Weiße Melone. Die Holländer nennen ſolche Speckmelone, Sie iſt länglicht, und pflegt gegen den Stiel et- was abzulaufen, deswegen ſie fich nicht leicht vom Stiele ablöſet. Anfangs iſt ſie mit feinen Haaren beſeßt, nachher.aber ganz glatt, und immerfork weiß. Die Schale iſt dünne, dunkelgrün, das Fleiſch weißlich, das Mark gelblich, und die ziemlich großen Kerne ſind weiß. Das Fleiſch zerſchmilzt leicht auf der Zunge, und muß ſehr ſüße, etwas müßkirt, und gleichſam gepfeffert ſeyn. Dieſe angeneh- me Schärfe vermehret ſich, wenn die Frucht 'Überreifiſt 3 und weil ſich dieſe bey der Rei- “Fe nicht verändert? muß man Acht geben, -damit ſie nicht überreif werde. Sie hat
Wet, Regllexicon 111, Theil.
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Melone S17
den Fehler, daß ſie nicht viele Früchte an? ſeßt, und dieſe ſpäter reif werden. Münch- hauſen zog ſie allen übrigen vor, und glaub- te, daß ſie auch geſünder ſey,
6) Rothe tIelone, Melon cramoili, Die Frucht iſt länglicht, weiß, glatt oder wenig geneßt, das Fleiſch dunkelroth, die Kerne ſehr groß und weiß. Sie wird in Jtalien ſehr geachtet, bey uns aber wenig gebauet, weil ſie hieſelbſt ſelten zur Voll- fommenheit gelanget.
7) Wintermelone, Melon de Mo- r&e verd, Melon de Candie. Die Frucht iſt länglich, den Gurken ähnlich, mit einer glatten,„grünlichen Schale, und weißem,
„gar ſüßen Fleiſche. Man fann ſie bis in
den Winter erhalten, wenn ſie:an einem Frocfnen, luftigen Orte aufgehangen wird. Bey uns ſcheint es für ſie zu kalt zu ſeyn.
8) Rleine Orantgenmelone, Petit carmehatif, Cucumis Dudaim L.“ Man Hält ſelbige für eine beſondere wahre Art. Die ganze Pflanze, nebſt der Frucht, iſt mit zarten weichen Haaren beſeßt, und die Frucht nicht größer, als eine'"Pomeranze, Fugelförmig, von außen geſtreift und grün- gelblid) geſcheckt, ſie hat einen ſtarken Ge- ruch, und ein gelbes, ſüßes Fleiſch5 wächſt in Perſien und Arabien, und wird bey uns nur der Seltenheit wegen gebauet 3 obgleich von einigen behauptet wird, daß dieſe, we- gen des Geſchmacks, allen andern vorzu- ziehen ſey,: SELE
Weil man dieſe Früchte, wegen des an- genehmen Geſchmacks, bloß roh zu eſſeua pflegt: ſo muß man ſich auf die Eigen- ſchaften einer guten Melone verſtehen, in- dem das äußertiche Anſehen öfters ſehr bee trüglich iſt, Die kleinſten ſind öfters die beſten, und die größten gemeiniglich meh- licht oder wäſſericht. Wenn ſelbige, nach
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